3 Fragen von Frau Siebenhundertsachen

Hallo und herzlich willkommen zur 2. Ausgabe von „3 Fragen an Fashion for Designers“. Die 3 Fragen kommen heute von Frau Siebenhundertsachen. Sie bloggt auf ihrem gleichnamigen Blog mit ökonomischem und NähNerd-Verstand übers Selbermachen.

frausiebenhundertsachen

Hier zeigt sie ein wunderbares Anna-Dress (Schnitt von By Hand London) in unserem Leon-Print.

Frau Siebenhundertsachens erste Frage lautet:

„Es gibt bei Fashion for Designers verhältnismäßig viele Polyesterstoffe, die vom Preis her nicht wesentlich günstiger sind als vergleichbar dicke Viskose oder Baumwollstoffe. Warum werden so viele schöne Muster auf Polyester und nicht z.B. auf Baumwolle hergestellt?“

Die Antwort auf diese Frage deckt sich ein wenig mit einer von Jennys Fragen am letzten Samstag: Wir haben eine recht große Auswahl an hochveredelten Polyesterstoffen, weil sie von unseren Großkunden auf Grund ihrer Robustheit und der Pflegeeigenschaften nachgefragt werden. Und natürlich wollen die industriellen Kunden auch unsere schönen Designs. 😉

In der zweiten Frage geht es um Muster-Klassiker.

„Wie fertige Kleidung sind auch Stoffe Trends und Moden unterworfen. Aber gibt es sowas wie Alltime-Favorites? Also Muster, die tatsächlich immer und immer gehen, quasi das Schwarz unter den Mustern?“

Die gibt es ganz eindeutig: Blumen, Streifen und Punkte. Natürlich verändert sich die Ausgestaltung von Saison zu Saison ein wenig, aber diese drei Evergreens sind immer dabei. Stoffe mit diesen drei Mustern altern bedeutend langsamer als extrem modische Muster. Wer also viel Arbeit in ein Blumenkleid oder eine Bluse mit Pünktchen investiert hat, wird die Stücke lange tragen können, ohne dass sie unmodern wirken.

In der dritten Frage wollte Frau Siebenhundertsachen wissen, ob sich die Einkaufsmuster von NähNerds und Modeindustrie sehr unterscheiden.

„Nach der bisherigen Erfahrung mit dem Online-Shop und dem Showroom: Sind Nähnerds anders als die Modeindustrie? Fragen die privaten Käufer grundsätzlich andere Stoffe nach, als die gewerblichen, gibt es z.B. Muster, die bisher eher Ladenhüter waren, die im Online-Shop aber wie warme Semmeln laufen?“

Ja, das gibt es sehr deutliche Unterschiede.

Kommerzielle Anbieter haben zwar meist eine eigenen, markenprägenden Stil. Dennoch steht bei der Entwicklung eines Kleidungsstücks im Vordergrund, dass man es verkaufen will. Und zwar in großen Mengen. Bei der Auswahl, die die Modelabel treffen, spielt also immer die Frage eine große Rolle, ob es für die Kleidungsstücke genügend Abnehmer gibt. Man versucht, einen Mehrheitsgeschmack zu treffen.

Bei Hobbyschneiderinnen ist das natürlich überhaupt kein Kriterium. Diese suchen sich den Stoff aus, der ihnen persönlich am Besten gefällt. Es entstehen dann ganz individuelle Stücke, die im Laden so nicht zu kaufen sind. Das dürfen dann eben auch sehr ausgefallene Muster sein.

Jetzt haben auch Sie eine Frage an uns? Dann schicken Sie uns eine email (an: alexandra.gerull@fashion-for-designers.de).

 

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