5 Dinge, die Sie jetzt für Ihr Näh-Karma tun können

Das neue Jahr ist da. Zeit, sich in Ruhe im Nähzimmer bzw. bei den Näh-Utensilien umzusehen und ein paar Dinge zu ordnen oder zu verändern, damit das Nähen im weiteren Jahresverlauf umso produktiver und befriedigender laufen kann.

  1. Räumen Sie Ihren Nähplatz auf.

    Gerade wenn Sie vor Weihnachten viel genäht haben, aber wenig Zeit zum aufräumen hatten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, am Nähplatz klar Schiff zu machen.
    Sie nähen schneller, wenn alles an seinem Platz ist und Sie nicht erst lange suchen müssen.
    Außerdem gibt Ihnen ein ordentlicher Näharbeitsplatz das Gefühl, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Das ist immer ein guter Start.
    Und Kreativität liebt den freien Raum auf Näh- und Zuschneidetisch und wird ihn schnellstens zu füllen versuchen.

  2. Sortieren Sie Ihr Stoff- und Schnittlager.

    Wissen Sie wirklich noch, welche Stoff und Schnitte Sie besitzen?
    Wenn nicht, ist es an der Zeit, sich eine Übersicht zu verschaffen.
    Gehen Sie Stoffe und Schnitte durch und behalten Sie wirklich nur die Dinge, die Ihnen Freude bereiten. Lassen Sie los! Zu viel Material, vor allem solches, das Ihnen nichts mehr sagt, blockiert Siebe im Nähen. Veranstalten Sie einen Tauschabend mit befreundeten Hobbyschneiderinnen, finden Sie eine gemeinnützige Organisation, die was mit Ihren Stoffspenden anfangen kann, versuchen Sie Ebay-Kleinanzeigen. Ihr Ziel ist ein Materiallager, das Sie glücklich macht und zum Tun anregt.

  3. Erbarmen Sie sich der Ufos, TfTs und des Stopf- bzw. Änderungsstapels.

    Sie sammeln sich bei jeder Hobbyschneiderin irgendwann an, die Teile, die nur mal eben gestopft werden müssten. Die Röcke mit dem losen Saum oder dem etwas zu weiten Bund. Die angefangenen und abgebrochenen Projekte. Die Teile, die nicht mehr zu retten sind.
    Das Fiese an diesem Stapel? Er saugt Ihnen die Nähmotivation weg. Also: Arbeiten Sie ihn ab.

    Stopf- und Änderungsstapel: Machen Sie’s endlich und hängen Sie die fertigen Teile mit gutem Gewissen zurück in den Schrank.
    Unfertige Projekte: Sehen Sie sich jedes Teil an: Was ist noch zu machen? Warum liegt es auf diesem Stapel? Hat Sie beim Nähen ein technisches Problem ausgeknockt? Haben Sie während des Nähens gemerkt, dass das Projekt nicht zu Ihnen passt?
    Bewerten Sie jedes Teil danach. Sind es nur noch wenige Schritte bis zur Vollendung und Sie lieben Stoff und Schnitt immer noch? Dann holen Sie sich Hilfe für die Lösung. Sie haben viel Arbeit reingesteckt, das sich abzeichnende Ergebnis sieht gut aus, aber Sie haben beim Muster oder der Farbe daneben gegriffen? Überlegen Sie, wem Ihr Teil gut stehen könnte und bieten Sie es derjenigen Person an. Sie hassen das Teil mittlerweile? Überlegen Sie, ob Sie Stoff, Knöpfe, Reißverschlüsse retten können. Dann nehmen Sie es auseinander. Wenn nicht: packen Sie es in die Altkleidersammlung.
    Teile für die Tonne: Warum liegt das noch in Ihrem Nähkorb? Können Sie wenigstens einen Teil des Materials retten? Dann trennen Sie das Stück auf. Ansonsten nehmen Sie das Teil noch mal zur Hand und finden Sie drei Dinge, die Sie bei diesem Projekt gelernt haben. Wie Edison sagte: Erfolg ist die Summe aller Mißerfolge.

  4. Legen Sie ein Nähnotizbuch an.

    Wissen Sie noch, welchen Windstopper Sie im vorletzten Mantel vernäht haben? Oder welche Einlage Sie wo im Wollblazer verwendet haben? Wir vergessen solche Informationen schneller als wir denken.
    Deshalb sollten Sie Ihr Nähwissen festhalten. Ob auf Papier oder digital, machen Sie sich zu jedem neuen Projekt Notizen: Welche Materialien haben Sie verwendet? Aus welcher Quelle? Welche Anpassungen haben Sie am Schnitt vorgenommen? Welche Schwierigkeiten traten auf und wie haben Sie die gelöst?

  5. Planen Sie Ihre Nähzeit.

    Tragen Sie Ihren Nähabend in den Familienkalender ein. Melden Sie sich zu dem Kurs an, mit dem Sie seit Monaten liebäugeln. Verabreden Sie die Nähkränzchen-Termine gleich fürs ganze Jahr. Buchen Sie ein Nähwochenende und werkeln Sie drei Tage ungestört in Gesellschaft anderer Stoffenthusiastinnen.
    Wofür auch immer Sie sich entscheiden: Blocken Sie sich Ihre Nähzeit jetzt, wo noch genug Spiel im Jahr ist.

Wir wünschen Ihnen ein produktives Näh-Jahr 2016! Sew on!

 

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