Capsule Wardrobe Sommer: Farben und Muster

Beinahe noch besser als das erste Austragen der neuen Sommerkleidungsstücke ist das Planen vorher, oder? Deshalb machen wir uns heute mal Gedanken über die zentralen Farben und Muster in Ihrer Grundgarderobe für den Sommer.

Zunächst:

Was haben Sie noch aus dem letzten Sommer und denen davor im Schrank, was Sie auch in dieser Saison begleiten soll? Was sind die Sommerlieblinge? Welche Silhouetten, welche Farben, welche Muster und Texturen kommen da vor? Was hatten Sie im letzten Sommer dauernd an? Hängen Sie diese Teile im Kleiderschrank zusammen und schauen Sie sie sich gut an. Was fehlt? Was braucht Ergänzung? Was könnte einen Frischekick durch einen ungewöhnlichen Kombipartner gebrauchen? Machen Sie sich eine Liste.

Wenn Sie sich hingegen für eine neue, eigenständige Sommergarderobe entschieden haben: Welche Schnitte, welche Silhouetten, welche Farben, Texturen und Muster schweben Ihnen vor? Sammeln Sie Farbeindrücke. Ob mit der Handykamera, auf Pinterest, im Nähnotizbuch. Lassen Sie sich ein bißchen Zeit, aber legen Sie sich auf 2,3 Farben fest.

Diese Farben werden das Rückrat Ihrer Sommergarderobe sein. Mit dieser Auswahl kommen Sie nicht in die Verlegenheit, unkombinierbare Einzelstücke zu produzieren. Vielmehr entwickeln Sie eine Auswahl an Outfits, die wie aus einem Guß wirken. Das spart Zeit und Nerven beim Anziehen … und mal ehrlich: Im Sommer haben wir  Besseres zu tun, als stundenlang über die Auswahl unserer Klamotten zu meditieren. Planen Sie Ihre Stoffauswahl für diese Saison durch, halten Sie sich an Ihren Plan und genießen Sie eine Saison entspanntes Ankleiden.

maritim

Die zentralen Farben in diesem Beispiel sind blau, rot, weiß. Klassische Sommerfarben, denen immer etwas Maritimes anhaftet.

Die drei Farben bilden sehr klare Kontraste. Sie können Ihre Palette natürlich auch Ton-in-Ton wählen oder zu noch poppigere Gegensätze greifen – z.B. mit Komplementärfarben.

Wenn Ihre Grundpalette und die Auswahl der Schnitte stehen, überlegen Sie, welche Teile Sie in uni halten wollen und wo Muster am effektvollsten wirken. Klären Sie, wie viel Muster Ihnen angenehm ist. Großflächige, kontrastreiche Muster können sich überwältigend anfühlen oder ermächtigend. Kleine, zarte Muster können Ihre eigene Zartheit unterstreichen oder Sie sich „kleinkariert“ fühlen lassen. Fragen Sie sich, wie „laut“ ein Muster für Sie sein darf.

Wenn Sie sich noch nicht so richtig an Muster rantrauen, verwenden Sie Unis für das Grundgerüst Ihrer Garderobe. Das erleichtert sowohl das Nähen als auch das Kombinieren. Wählen Sie die Muster dann gezielt für effektvolle Hinguckerteile.

Im Beispiel oben bieten sich die drei Unis an für Shorts, Hosen, Röcke, Blazer und leichte Jacken. Die Prints geben dann Tops, Blusen, leichten Sommerkleidern und Röcken den Wow-Effekt.

Die Schirmchen und Streifen im Beispiel oben nehmen die maritime Anmutung der Grundfarbenkombi auf. Der Blumenprint fällt aus dem Rahmen und bildet so einen reizvollen Gegenpol.

Überlegen Sie bei der Auswahl von Farben und Mustern ob es eine verbindende Stimmung, ein Thema geben soll. Fragen Sie sich, wie Sie sich diesen Sommer fühlen wollen. Reduzieren Sie Ihre Antwort auf einen Kernsatz und lassen Sie sich von dem bei der Auswahl der Stoffe helfen.

Puderige Farben, Vichy-Karo, Toile de Jouy und Streifen könnten der Beginn einer wunderbar verspielten Sommergarderobe sein, die irgendwo zwischen Macarons, Marie Antoinette und französischer Lebenslust angesiedelt ist. Großformatige schwarz-weiß Prints und Unis in Kanllfarben bringen hingegen einen sehr urbanen, toughen Vibe mit sich.

Wenn Sie dagegen Muster lieben, erklären Sie ein kleines, kontrastarmes Muster zu Ihrem „Uni“ und kombinieren Sie dazu weitere Muster.

Der hellblaue Stoff im unteren Beispiel hat zwar kein gedrucktes Muster, aber eine unruhige Farbigkeit durch seine Struktur. Denken Sie sich eine Kombination aus Bermuda-Shorts und lässigem Sommerblazer darin. Die Streifen wären ein toller Blusenpartner. Die Schirmchen könnten ein Kleid sein, zu dem Sie den Blazer tragen und die Blumen verwandeln sich in ein hinreißend-verspieltes Top.

maritimermix

Ordnen Sie Schnitte und Stoffe zu. Überlegen Sie dabei, wo bei jedem der geplanten Outfits das Auge des Betrachters hinwandern soll. Platzieren Sie die ausgewählten gemusterten Stoffe entsprechend. 😉 Legen Sie fest, welches Kleidungsstück in der jeweiligen Kombination das Sagen hat. Finden Sie das für Sie richtige Maß an Spannung und Harmonie in Ihren Kombinationen und dann nähen Sie mit Bestimmtheit los.

Weitere Tipps und Tricks zum Kombinieren von Mustern haben wir hier schon zusammengetragen. Für die Suche nach sensationellen Prints lohnt sich in jedem Fall der Ausflug in unseren Show-Room In Krefeld.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.