Drei Röcke und ein Kleid

Er ist der ideale Stoff für das Dazwischen!

Zwischen den Jahreszeiten, wenn es nicht mehr oder noch nicht warm genug ist für Sommerstoffe, aber frau auch noch nicht an die dicken Wollsachen will.

Nicht so förmlich wie dunkler Nadelstreifen, aber wegen seiner leicht samtigen Oberfläche durchaus offizieller und angezogener als Strick. Dabei so robust, dass man Zimmermannshosen aus ihm macht.

Er kann dezent sein und richtig breit daher kommen.

Er kann britischen Country Style genauso wie preppy. Und die diesen Herbst so angesagten 70s Vibes bringt er locker mit.

Genau! Cord ist gemeint. Oder Manchester, wie meine Omas ihn zu nennen pflegten.

Wir haben zwei wunderbare Cord-Qualitäten im Angebot. Dadoli ist die schwerere Ware und eignet sich besonders für Hosen. Chema ist etwas leichter und damit das ideale Material für wärmende Herbströcke und -kleider. Beide enthalten einen Elasthan-Anteil, der den Tragekomfort noch einmal erhöht.

Und erst die Farben: Wie von der Farbenpracht des Herbstlaubs inspiriert! Tiefe Rottöne und viele gemütliche Brauntöne. Aber auch schöne Blauschattierungen. Also: Spielen Sie los!

Hier sind drei Rockschnittmuster und ein Kleid für Sie.

Simplicity 1516 ist ein schmaler Bahnenrock, der nach unten hin schön schwingt. Ein Basic-Teil mit den gewissen Etwas. Besonders, wenn frau noch mit der Textur des Cords spielt und die Seitenbahnen schräg zuschneidet.

Simplicity 1541 ist ein Bleistiftrock aus der Amazing Fit Reihe und damit besonders gut anpaßbar. Durch die Teilungsnähte ergibt sich auch hier die Möglichkeit, mit dem Stoff zu spielen und zum Beispiel zwei unterschiedliche Schattierungen eines Fartons zu wählen.

Burda NR. 103-122014-DL ist ein Rock mit Mittelfalte und schön gestalteter Hüftpasse. Eine kontrastierende Paspel würde die spitz zulaufende Passe noch besonders betonen.

Und schließlich ein ganz neues Schnittmuster von Deer & Doe – das Kleid Cardamone. Wenn das nicht schon nach herbstlicher Gemütlichkeit duftet.

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Auch hier könnte frau mit Materialkombinationen spielen und die Kragenpartie etwa aus einem glänzenden Stoff arbeiten.

Hier ein paar Farbvorschläge:

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Damit wünsche ich Ihnen ein inspiriertes frühherbstliches Nähwochenende. Schauen Sie in unserem shop vorbei und suchen Sie sich Ihren Cord aus.

 

3 Fragen von Frau Siebenhundertsachen

Hallo und herzlich willkommen zur 2. Ausgabe von „3 Fragen an Fashion for Designers“. Die 3 Fragen kommen heute von Frau Siebenhundertsachen. Sie bloggt auf ihrem gleichnamigen Blog mit ökonomischem und NähNerd-Verstand übers Selbermachen.

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Hier zeigt sie ein wunderbares Anna-Dress (Schnitt von By Hand London) in unserem Leon-Print.

Frau Siebenhundertsachens erste Frage lautet:

„Es gibt bei Fashion for Designers verhältnismäßig viele Polyesterstoffe, die vom Preis her nicht wesentlich günstiger sind als vergleichbar dicke Viskose oder Baumwollstoffe. Warum werden so viele schöne Muster auf Polyester und nicht z.B. auf Baumwolle hergestellt?“

Die Antwort auf diese Frage deckt sich ein wenig mit einer von Jennys Fragen am letzten Samstag: Wir haben eine recht große Auswahl an hochveredelten Polyesterstoffen, weil sie von unseren Großkunden auf Grund ihrer Robustheit und der Pflegeeigenschaften nachgefragt werden. Und natürlich wollen die industriellen Kunden auch unsere schönen Designs. 😉

In der zweiten Frage geht es um Muster-Klassiker.

„Wie fertige Kleidung sind auch Stoffe Trends und Moden unterworfen. Aber gibt es sowas wie Alltime-Favorites? Also Muster, die tatsächlich immer und immer gehen, quasi das Schwarz unter den Mustern?“

Die gibt es ganz eindeutig: Blumen, Streifen und Punkte. Natürlich verändert sich die Ausgestaltung von Saison zu Saison ein wenig, aber diese drei Evergreens sind immer dabei. Stoffe mit diesen drei Mustern altern bedeutend langsamer als extrem modische Muster. Wer also viel Arbeit in ein Blumenkleid oder eine Bluse mit Pünktchen investiert hat, wird die Stücke lange tragen können, ohne dass sie unmodern wirken.

In der dritten Frage wollte Frau Siebenhundertsachen wissen, ob sich die Einkaufsmuster von NähNerds und Modeindustrie sehr unterscheiden.

„Nach der bisherigen Erfahrung mit dem Online-Shop und dem Showroom: Sind Nähnerds anders als die Modeindustrie? Fragen die privaten Käufer grundsätzlich andere Stoffe nach, als die gewerblichen, gibt es z.B. Muster, die bisher eher Ladenhüter waren, die im Online-Shop aber wie warme Semmeln laufen?“

Ja, das gibt es sehr deutliche Unterschiede.

Kommerzielle Anbieter haben zwar meist eine eigenen, markenprägenden Stil. Dennoch steht bei der Entwicklung eines Kleidungsstücks im Vordergrund, dass man es verkaufen will. Und zwar in großen Mengen. Bei der Auswahl, die die Modelabel treffen, spielt also immer die Frage eine große Rolle, ob es für die Kleidungsstücke genügend Abnehmer gibt. Man versucht, einen Mehrheitsgeschmack zu treffen.

Bei Hobbyschneiderinnen ist das natürlich überhaupt kein Kriterium. Diese suchen sich den Stoff aus, der ihnen persönlich am Besten gefällt. Es entstehen dann ganz individuelle Stücke, die im Laden so nicht zu kaufen sind. Das dürfen dann eben auch sehr ausgefallene Muster sein.

Jetzt haben auch Sie eine Frage an uns? Dann schicken Sie uns eine email (an: alexandra.gerull@fashion-for-designers.de).

 

3 Fragen an Fashion for Designers

Hallo! Schön, dass Sie uns heute lesen!

Wir starten nämlich eine Serie, in der uns Näh-Bloggerinnen Löcher  in den Bauch fragen und wir ihnen Antworten liefern. Was Sie also schon immer über die Stoffe von Fashion for Designers wissen wollten, Sie werden es in den nächsten Wochen erfahren. Und wenn nicht, schicken Sie uns einfach Ihre Fragen (alexandra.gerull@fashion-for-designers.de).

Die ersten drei Fragen kommen von Jenny, vom blog Exclamation Point. Dort zeigt sie in unglaublich tollen Fotos ihre wunderbaren selbstgenähten Kleidungsstücke. Stöbern Sie ruhig ein bißchen. Sie werden viele wunderbare Inspirationen finden.

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Jennys erste Frage betrifft das Design unserer Stoffe. Und das wollte sie wissen:

„Wer denkt sich die Designs aus? Werden diese angekauft oder im Haus produziert?“

Den Großteil unserer Stoffe entwerfen unsere beiden Designteams. Diese arbeiten in Barcelona und verantworten die Digitaldruck- bzw. die klassische Kollektion (die dann im Rotationsdruck gedruckt wird). Gelegentlich werden fertige Designs anderer Designstudios zugekauft.

Insgesamt entwickeln beide Teams alle 6 Wochen einen neuen Kollektionsbaustein mit ca. 60 Designs. Die Inspirationen dazu holen sie sich aus ihrer eigenen Stadt, aber auch auf Reisen in andere Trendsetter-Städte wie Tokio, New York und Paris. Haute Couture und Prêt-a-porter sind ebenso Quellen der Inspiration. Darüber hinaus beeinflusst das feed-back von Schlüsselkunden die Designarbeit.

In der zweiten Frage geht’s um Kunst- und Naturfasern.

„Ich liebe die Qualität eurer Viskose-Stoffe und freue mich, in immer mehr großen Modeketten Viskose statt Polyester auf dem Etikett zu finden. Wohin geht der Trend in dieser Beziehung? Wechseln Naturfasern bzw.-mischungen reine Kunstfaserstoffe ab, oder ist das Zufall?“

Von einem Trend ist da nicht zu sprechen. Vielmehr ist es so, dass es gerade bei den Kunstfasern in den letzten Jahren enorme Innovationsschübe und damit erhebliche Qualitätsverbesserungen gegeben hat. Wohingegen das bei den Naturfasern nicht der Fall war.

Polyester hat mittlerweile zu Unrecht einen schlechten Ruf. Hochveredelte Polyesterstoffe zeichnen sich durch hervorragende Trageeigenschaften aus. Gerade bei den Blusenstoffen werden von unseren Großkunden Stoffe nachgefragt, die wie Seide aussehen und sich auch so anfühlen, aber die Robustheit und Pflegeeigenschaften von Polyester aufweisen. Diese Stoffe werden mittlerweile sogar von Kunden aus dem Hochpreissegment verwendet.

Die zentrale Frage ist eigentlich nicht, Kunstfaser oder Naturfaser, sondern: „Welche Eigenschaften braucht es für ein bestimmtes Kleidungsstück? Und: „Welcher Stoff kann diese liefern?“

„Wie wird entschieden, welche Stoffe in den Fashion for Designers-Onlineshop kommen?“

Zunächst mal versuchen wir, Stoffe anzubieten, die im Stoffladen nicht zu kaufen sind. Also wählen wir vor allem unsere Prints aus. Zukünftig werden wir versuchen, einen guten Querschnitt aus unseren Kollektionen anzubieten, also auch die Unis stärker auszubauen. Dann sind wir manchmal sehr verblüfft, welche Stoffe sich zu Lieblingen entwickeln und genauso verblüfft, dass einige unserer Favoriten gar nicht ankommen. Wir suchen also noch nach einer „magischen Formel“ und freuen uns sehr über Feedback zur Auswahl im shop.

Jennys Fragen haben Sie auf etwas gebracht? Dann schreiben Sie es uns in die Kommentare.

Hier einige der Stoffe, die Sie auf Jennys blog in Aktion sehen können:

sonnen schirme blau grundig    vögel neu

Schirmchen                                                                Vögelchen

 

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Streifen

Stofflager

Wie man Stoffe übersichtlich aufbewahrt

Zugegeben, an Platz mangelt es uns im großen Stofflager nicht. Das und der schiere Umfang unserer „Sammlung“ sind sicher die größten Unterschiede zu Ihrem Stofflager zuhause. Ein paar Tipps und Tricks können Sie sich aber trotzdem bei uns abschauen.

Fashion for Designers hat ein großes Stoffregal im show-room, aus dem wir die Bestellungen im online-shop bedienen. Devetex-Stoffe lagern eine Etage tiefer in einer großen Halle. Wir haben also alle Stoffe an einem Ort.

Versuchen Sie, einen zentralen Ort für all Ihre Nähmaterialien zu finden. Auch wenn das im ersten Schritt vielleicht massive Räumerei bedeutet, sparen Sie letztlich bei jedem Arbeitsgang Zeit, wenn alles, was Sie brauchen an einem Ort zu finden ist und nicht erst mühsam zusammengetragen werden muß. Reicht Ihr Stauraum dafür nicht, packen Sie zumindest das aktuelle Nähprojekt mit allen benötigten Dingen in eine Plastikkiste.

Im großen Lager sind die Regale so weit auseinader angeordnet, dass man mit dem Gabelstapler dazwischen rangieren kann. Auch im show-room ist das Lagerregal frei zugänglich.

Den Gabelstapler werden Sie zuhause nicht brauchen, aber richten Sie Ihren Lagerplatz – so es irgend geht – so ein, dass Sie problemlos an Ihre Stoffschätze gelangen. Nur was eine sieht, wird auch verarbeitet. Selbst wir haben im Lager schon Rollen so gut weggepackt, dass wir sie erst Monate später wiederfanden.

Unsere Lagerregale sind solide Konstruktionen, die fast bis unter die Decke reichen. Abhängig von dem Platz, den Sie zur Verfügung haben: Denken Sie beim Einrichten Ihres Stofflagers auch in die Höhe. Achten Sie dabei besonders auf Stabilität. Manche Regalsysteme müssen an der Wand befestigt werden.

Wir lagern unsere Stoffe in ganzer Breite aufgerollt und in Folie verpackt in festen Papphülsen, aus denen man sie leicht herausziehen kann. So sind sie vor Licht, Staub und Feuchtigkeit geschützt. Das Rollen verhindert außerdem Knicke, die sich nicht mehr ausbügeln lassen.

Wenn Sie über ein geeignetes Aufbewahrungsmöbel nachdenken, ziehen Sie eher Kleiderschränke, Geschirrschränke (ohne Glastüren) bzw. Kommoden in Betracht. Darin können Sie ihre Stoffe licht- und staubgeschützt unterbringen – und es sieht auch noch ordentlicher aus. Ein klassischer Kleiderschrank bietet außerdem die Möglichkeit, schon gebügelte Stoffe und halbfertige Kleidungsstücke zu hängen.

Lagern sollten Sie nur die Stoffe offen, die Sie auch in absehbarer Zeit verarbeiten wollen. Sonst richten Sie ein Buffett für Motten an. Empfindliche Stoffe wie Samt sollten gerollt oder hängend aufbewahrt werden.

Die einzelnen Stoffrollen tragen Etiketten, die aus den Hülsen herausschauen, so dass wir auf einen Blick erkennen können, welcher Stoff drinsteckt.

Machen Sie kenntlich, wo was drin ist. Beschriften Sie Boxen und Kisten, vielleicht sogar Schranktüren. Legen Sie sich ein Lagersystem an.

Wir verwenden natürlich ein Warenwirtschaftssystem, um den Überblick zu behalten über unsere vielen Stoffe. Dessen Kategorien sind abgestimmt auf unseren Geschäftszweck. Wir differenzieren zwischen verschiedenen Stoffarten, dann zwischen Unis dieser Stoffe und und bedruckten Varianten. Dann nach den Farbstellungen, die es für den jeweiligen Stoff, bzw. den Druck gibt.

Ihr Lagersystem sollte Ihnen ermöglichen, effektiv auf Ihre Materialien zuzugreifen und einen Überblick zu behalten, was vorhanden ist und was fehlt. Ihr Lagersystem ist vor allem abhängig von dem, was Sie vorrangig nähen.

Eine, die in erster Linie Patchwork macht, wird vermutlich ihre Stoffe  nach Farbe, Motiv und Stoffdicke sortieren. Wer eher Erwachsenenkleidung näht, fährt wohl besser damit,  nach Stoffarten, Verwendungszweck und / oder Saison zu sortieren.

Mein privates Stofflager ist grob in Frühling/Sommer und Herbst/Winter eingeteilt. Jerseys verarbeite ich selten und meist für den Sohn, deshalb bilden die eine eigene Kategorie. Ebenso die Futter- und Funktionsstoffe. F/S und H/W teilen sich dann auf in dünnere Stoffe für Oberteile und dickere Stoffe für Kleider,Röcke,Hosen. Bei den H/W Stoffen gibt es noch eine Jackenkategorie. Dünne und dicke Stoffe sind dann noch mal in Uni uns Drucke auseinandersortiert. Und diese Stapel liegen von hell nach dunkel sortiert im Schrank.

Welche Lagermöbel und Stoffaufteilungen haben sich bei Ihnen bewährt? Verraten Sie uns Ihre Ordnungstipps in den Kommentaren.

 

 

 

 

 

Back to School

Die Sommerferien sind rum. Zumindest hier in NRW. Die Schule beginnt. Wenn Sie schulpflichtigen Kinder haben – oder gar selbst Lehrerin sind – werden Sie sicher die letzten Tage mit Vorbereitungen verbracht haben: Materialien besorgen, Schulsachen richten, vielleicht noch neue Kleidungsstücke kaufen.

Bei allem Stress, den ein neues Schuljahr mit sich bringen kann: Ich finde diesen Moment, wo alles wieder auf Anfang geht, sehr inspirierend. Warum diese Kraft nur dem Jahresanfang zusprechen?

Vielleicht gönnen Sie sich, nachdem Sie die Vorbereitung für die Kinder gemanaged haben, selbst noch einige back-to-sewing-Vorbereitungen. Wenn es Ihnen wie mir geht, hat die Nähmaschine in den letzten Wochen nur Dienst getan, wenn dringend was her musste: ein neuer Badeanzug, last-minute-Urlaubsshorts für die kids, ein wirklich luftiges Kleid.

Aber nun ist der Herbst und damit eine der schönsten Nähzeiten schon in greifbarer Nähe.  Zeit, komplexere Vorhaben anzudenken und die verlangen nach mehr Vorbereitung als die schnell-noch-Nähprojekte des Sommers. Mithin: Nähzimmer ordnen, Ideen entwickeln, Lern-Herausforderungen definieren, Schnitte sichten, Material bestellen.

Damit Sie am ersten richtig kalten Septemberabend mit Macht losnähen können. Denn: Allem Anfang wohnt ein Zauber inne – besonders, wenn frau an besagtem Septembertag einfach die Schublade aufziehen und alle Zutaten für Herbstprojekt Nummer 1 herausnehmen kann.

Also los! Nehmen sie sich Ihr Nähnotizbuch her, schlagen Sie eine Seite um, schreiben Sie sein säuberlich Namen, Saison und Thema hinein und planen Sie.

Und wenn Sie schon bei Herbststoffen sind, schauen Sie sich unsere wunderbaren Cordstoffe an. Mehr 70s back-to-school-Feeling geht vermutlich gar nicht.

 

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Leuchtender Mantel für triste Tage

Das Wetter pendelt diesen Sommer zwischen herbstlich kühl und hochsommerlich heiß. Parallel dazu schwanken die Nähideen hier zwischen leicht, luftig, so gut wie nix und Mantel, bitte!

Heute ist so ein Mantel-Tag. Daher stelle ich Ihnen unseren fröhlich-leuchtenden Olinda-Stoff vor und einige Schnittvorschläge dazu.

Olinda ist ein sehr fester, dichter Baumwollstoff und damit genau der richtige für strukturierte Schnitte wie z.B. einen Trenchcoat. Er liegt 150cm breit und hat einen kleinen Elasthan-Anteil, was für Bequemlichkeit sorgt. Seine entscheidende Eigenschaft ist aber die Farbe: ein strahlendes Rapsgelb, das auch die tristesten Frühherbstmorgende zum Leuchten bringen wird. Und für gute Sichtbarkeit auf dem Fahrrad sorgt.

Schnittvision hat einen sehr schönen, ganz klassischen Trenchcoat-Schnitt im Angebot. Statt des konventionellen Beige-Tons ein strahlendes Gelb macht den Klassiker frech und heutig.

Der Robson-Coat von Sewaholic hat in der online-Nähszene fast schon Kult-Status. Ein Trench mit ausgestelltem „Rockteil“, der in Knallgelb ein absoluter Hingucker ist.

République de Chiffons Trench Roger ist ein extrem minimalistischer Mantel, der gut eine ordentliche Brise Farbe vertragen kann.

Wer sich die aktuellen Herbst/Winter-Kollektion von Prada oder Miu Miu zum Vorbild nehmen mag, die kann auch auf einen 60s Vintage Schnitt zurückgreifen und daraus einen fantastischen Gute-Laune-Mantel nähen.

Dichtes Baumwollgewebe hält leichtem Nieselregen zwar eine Weile stand, wer aber ihren Übergangsmantel wirklich regenfest machen möchte, kann bei Sinje auf ihrem Blog Strich und Faden nachlesen, wie eine Baumwolle selber wachsen kann.

Passendes Futter finden Sie natürlich auch bei uns im Shop. Schauen Sie sich um. www.fashion-for-designers.de/futterstoffe

Und damit wünsche ich Ihnen ein produktives Nähwochenende.

VIEW Munich – Unendliche Möglichkeiten

Uff! Am 14. und 15.07. war unsere Muttergesellschaft Devetex auf der VIEW Munich, einer exklusiven Saisonvorschau für Herbst/Winter 16/17 mit einem Stand vertreten. Und ich hatte die feine Aufgabe, unsere Fashion for Designers Gäste beim Rundgang über die Messe zu begleiten. Seitdem versuche ich, die vielen, vielen textilen Eindrücke zu ordnen, um sie an Sie, liebe Leserinnen, weiter zu geben. Gar nicht leicht.

Heute stelle ich vor, was ich bei anderen Anbietern gesehen habe. Im nächsten Post gibt es dann Bilder zu sehen. Dann zeige ich Ihnen unsere Neuheiten für den übernächsten Winter.

Jacquard

Am häufigsten ins Auge gesprungen sind mir wunderbare Jacquard-Stoffe. Das mag an der Zusammenstellung der Aussteller liegen und / oder an meinen ästhetischen Vorlieben: aber gefühlt habe ich fast so viele Jacquards angefaßt wie Wollstoffe. (Und mit letzteren war ja auf Grund der Saison zu rechnen.) Vom Muster her dabei in allen nur denkbaren Spielarten: Sehr pixeliges schwarz, weiß und minimal gelb, und erst, wenn man ein Stück zurück ging, erkannte man die Pinguine. Barocke, florale Muster. Strenge geometrische Formen. Neben satten Juwelentönen blitzten einen hier und da auch neonfarbige Jacquards an. An einem Stand waren die Jacquards auf den Laschen schon in lockere Falten gelegt, so dass frau einen guten Eindruck bekam, wie ein Rock aus diesem Stoff wohl aussehen würde.

Metallischer Glanz

Schon bei die Jacquards waren einige mit Lurexfäden durchzogen. Diese fanden sich aber auch in Wollstoffen häufig. Wobei die Effekte von kleinen dezenten Glanzpunkten über versprengselte Kleckse zu ganzflächig reichten. Leicht metallisch glänzende Oberflächen gab es sowohl auf Jersey, als auch auf festen Seidenqualitäten, als auch auf lasergeschnittenem Leder, das wie Spitze anmutete.

Netze

Durchbrochene Stoff und tatsächliche Netze hab ich in fast jedem Material gesehen. Wollstoffe, die mehr aneinandergereihte Schlitze als Flächen waren. Jerseys mit auflaminierten Netzstrukturen. Seidengewebe, die an Aida-Stickstoff erinnerten, aber mit deutlich größeren Zwischenräumen. Neopren mit Netzoberfläche.

Starke Texturen

Letztlich fallen die Jacquards und die Netze auch in diese überzuordnende Gruppe: Sehr, sehr viele Stoffe, deren Oberfläche nicht glatt, sondern stark texturiert waren: geprägtes Leder (so, dass es aussah, als sei es mit Nieten überzogen), Webpelze mit unterschiedlich langem Flor, Wollstoffe mit fluffigen und weniger fluffigen Oberflächenpartien. Jeans-Stoffe mit aufgeflockten Samtstrukturen. Verbundstoffe aus (ich rate jetzt) Chenille und Neopren.

Jersey-Variationen

Laminiert – so dass er beinahe eine Lederanmutung hatte und sich auf der Innenseite immer noch kuschelig anfühlte. Beflockt. In Materialdicke, die ich im herkömmlichen Stoffhandel noch nie in der Hand hatte. Schwerer Leinen-Jersey. Hauchzarter Seidenjersey. Als Doubleface mit einer fast frottee-artigen Struktur auf einer und einer gewohnt glatten Struktur auf der anderen Seite. Mit unregelmäßiger Oberfläche.

 

Was ich nicht rausgesehen habe: DIE drei oder vier „Saison-Farben“. Lediglich bei Jerseys und Seidenstoffen fielen mir sehr schöne, unkitschige Rosetöne auf, was aber auch daran gelegen haben mag, dass nebenan meist Grau- und Graublautöne hingen. Bei den Wollstoffen herrschten gedeckte Töne vor. Ansonsten war von sommerlich heißen bis nordisch kühlen Farben alles zu sehen. Neon-flashes inklusive.

Insgesamt: Taktiler Overkill auf der VIEW. Unser Besuch und ich mußten mehrere Kaffeepausen einlegen, um die vielen Möglichkeiten zu verarbeiten. Jetzt allerdings ist mein Näh-Ideen-Notizbuch im Kopf bis zum Anschlag gefüllt. Ich hoffe, ein bißchen Inspiration konnte ich hiermit an Sie weitergeben.

 

Toscana-Feeling

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Sind es die Farben? Oder die üppige Blütenpracht? Wann immer ich den Stoff sehe oder nun mich in meinem Kleid im Spiegel, bin ich in Gedanken ganz schnell auf sonnenüberfluteten Hügel, lustwandle auf Zypressen-Alleen.

Es gibt solche Stoffe. Solche, die einen sofort zum Träumen bringen. Unsere beiden Garbo-Prints sind solche.

Hortensie:

Stoff mit Hortensien

Ranke:

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Perfekt für schlichte, aber luftige Etuikleider. Oder schicke, minimalistisch-geschnittene Tops. Eben überwerfen und in Urlaubsstimmung sein. Hach! Manchmal ist selbstgemachte Kleidung herrlich unkompliziert.

Der Stoff ist ein wunderbar griffiger Viscose-Crèpe. Er hat einen tollen Fall und eignet sich daher auch für fließendere Schnitte als mein  strukturiertes 60s-Vintage-Modell.

Obwohl es Liebe auf den ersten Blick war – schließlich hab ich den Stoff auch ausgesucht für unseren shop – hab ich zunächst mit der Verarbeitung gezögert. Schließlich fehlt mir noch eine gehörige Portion Toscana-Bräune. Aber seit das Kleid fertig ist, ist es on heavy rotation. Anziehen. Durchschwitzen. Waschen. Anziehen … mein Sommertraumkleid.

 

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Bin sehr gespannt, was die anderen Damen bei RUMS heute an selbstgezauberten Kleidungsstücken zeigen und ein bißchen aufgeregt, weil’s mein erstes Mal ist.

Stoffkauf : Worauf Sie achten sollten

Sie kennen das: Sie schauen in der Mittagspause mal schnell bei Ihrem bevorzugten online-Stoffladen vorbei und ehe Sie sich versehen, hat es Sie erwischt. Ohne diesen Stoff können Sie keinen Tag länger leben. Oder Sie wollten nur zur Bank, aber auf dem Weg zurück zum Parkplatz, gehen Sie doch beim real-life Stoffladen Ihrer Wahl vorbei. Nur mal gucken. Dann liegt da dieser Traumstoff …

 

Wax-Print
www.fashion-for-designers.de/RIM002-90100-05070

 

Bevor Sie jetzt Meter in den Warenkorb klicken oder mit dem realen Stoffballen in der Hand zum Zuschneidetisch marschieren, lassen Sie sich die nachfolgenden Fragen und Tipps noch mal durch den Kopf gehen:

1.) Ist das wirklich mein Material?
Auch wenn die Farbe hinreißend ganz Ihre ist: Kratzen Sie sich in Mohair den Hals wund? Kommen Sie gar nicht erst auf die Idee, das irgendwie abzufüttern! Lassen Sie den Stoff liegen und warten Sie auf einen passenderen in dieser Hammerfarbe. Er wird kommen. Sie haben noch nie schönere Kolibris auf Stoff gesehen, aber kriegen bei der Verarbeitung von Chiffon IMMER die Krise? Lassen Sie die Vögelchen fliegen. Ihre kommen noch.

2.) Passt das Material zu Ihren Lebensgewohnheiten?
Schurwollstoffe sind toll. Gar keine Frage. Wenn aber Wäsche, die in die Reinigung muß, bei Ihnen grundsätzlich erstmal ein halbes Jahr in der Wäschekiste lebt ( und seien Sie versichert, Sie sind damit nicht allein), dann überlegen Sie bitte noch mal. Werden Sie daraus einen Blazer machen, der nur 1 Mal im Jahr gewaschen werden muss? Dann kann es Sinn machen. Ansonsten: Suchen Sie einen Stoff aus, der zu Ihrem Wäschemanagementsystem passt.

 

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www.fashion-for-designers.de/AGU001-05000-10465

 

3.) Ist es wirklich Ihre Farbe?
Sie haben sich in einen hinreißenden Druck oder eine wunderbare Textur verguckt, aber es ist nicht mehr in Ihrem Farbschema? Schauen Sie in den Spiegel (wenn Sie und der Stoff am selben Ort sind). Was macht die Farbe mit Ihrem Gesicht? Wenn Sie den Stoff gesichtsfern einsetzen müssen, um nicht totkrank auszusehen – also als Rock oder Hose – hat er dann noch Kombipartner unter Ihren vorhandenen Kleidungsstücken?

4.) Ist es Ihr Stil?
Wenn die Antwort „JA“ ist, Material und Farbe stimmen: mitnehmen! Wenn die Antwort „NEIN, aber ich bin total fasziniert“ ist, Material, Farbe und Preis stimmen: Überlegen Sie, was Sie aller Wahrscheinlichkeit nach daraus nähen werden und nehmen Sie nur so viel mit, wie Sie dafür absolut brauchen.

 

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www.fashion-for-designers.de/ONA002-04002-20594 www.fashion-for-designers.de/LUB001-00298

 

5.) Ist der Stoff seinen Preis wert?
Gerade dann, wenn Sie sich Hals über Kopf in ein Stöffchen verliebt haben, sollten Sie besonders sensibel überprüfen, ob Stoffqualität und Preis in einem angemessenen Verhältnis stehen.

5.) Wozu passt der Stoff?
Schließt er eine Lücke in Ihrer Garderobe? Ist er das fehlende Puzzlestück beim Plan eines gesamten Outfits? Mitnehmen. Ist es die dreiundzwanzigste Variation Ihres klassischen Beuteschemas und haben Sie noch zwölf unverarbeitet Stoffe dieser Art zuhause? Lassen Sie den Stoff da! Sie finden einen aufregenderen.

 

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Setzen Sie sich insgesamt für Spontankäufe ein Preis- und Meterlimit. Ein wohlsortiertes Stofflager daheim ist eine feine Sache. Wenn Sie regelmäßig etwas daraus verarbeiten. Wenn Stoff kaufen zum Nähersatz wird, schlägt Ihre Begeisterung irgendwann in Überdruss und schlechtes Gewissen um. Wer will das schon?

Hinterfragen Sie für einen Moment Ihren Kaufimpuls: Hat der Stoff Sie mit seiner Schönheit gefangen, steigen in Ihrem Kopf schon die ersten Verarbeitungsideen auf oder hatten Sie schlicht einfach einen üblen Tag? Werden Sie sich noch freuen, wenn Sie mit dem Stoff zuhause angekommen sind?

 

Stoff mit Hortensien
www.fashion-for-designers.de/GAR003-05000-11941

 

Überlegen Sie vor dem Kauf, was Sie am ehesten aus dem ausgesuchten Stoff nähen werden. Haben Sie ungefähr im Kopf, welche Stoffmengen Sie für Oberteile, Kleider, Röcke, Hosen und Jacken brauchen. Wenn Sie auf 50s Kleider mit Tellerock stehen, brauchen Sie deutlich mehr Stoff, als wenn Ihre Röcke italienische Länge nicht überschreiten.

Wir hoffen, unsere Tipps helfen Ihnen, Fehlkäufe zu vermeiden und Kleidungsstücke zu nähen, die Sie gern und häufig tragen werden. – Für eine ausführliche Beratung dürfen Sie natürlich gerne im show-room verbei kommen. Da lauern ganz sicher einige Traumstoffe auf Sie. 😉

Short Cuts – kurze Hosen für heiße Sommer

Leichte luftige Sommerröcke sind toll! Nur nicht, um darin in den Kirschbaum zu kraxeln und Kirschen zu pflücken. Nur nicht, um darin über Zäune zu steigen oder durch die Höllentalklamm zu wandern. Kurze enge Röcke sehen toll aus, aber es ist unmöglich damit ins Kayak einzusteigen.

Mit anderen Worten: Für all die wunderbaren, bewegungsreichen Dinge, die eine im Sommer gern tut, muß eine luftige Alternative zum Sommerrock oder Kleid her.

Auftritt: die Shorts. Ihre kurze Hose zum Pferde stehlen. Nichts sagt so nachdrücklich BADASS. In kaum einem anderen Kleidungsstück stellt sich dieses Huckelberry Finn Sommerfeeling von entspanntem Abenteuern schneller ein.

Dabei ist die kurze Hose erstaunlich wandelbar: Ihre Länge variiert zwischen knielang (Bermuda) bis Popo gerade so bedeckend (hot pants), und bietet so eine Länge nach eigener Präferenz.  Das Hauptbetätigungsfeld der Shorts liegt draußen: am Strand, im Freibad, auf dem Fahrrad, am Berg, im Boot, auf dem Spielfeld. Aber: Eine Bermuda wird mit Blazer oder Blouson geschäftsfähig. Eine Shorts aus einem feinen Stoff ergibt mit einem ausgefallenen Top  und den passenden Schuhen  ein Party-Outfit.

Mit anderen Worten: die kurze Hose kann chillig genauso wie chic. Sie kann outdoor und indoor. Sie kann extravagant und casual. Sie kann kernig und verspielt.

Und wenn eine selber näht, dann kann sie all diese Möglichkeiten wundervoll ausspielen. Talk about Wandelbarkeit.

Für farbige Hingucker-Hosen empfehlen wir diese unifarbenen Stoffe aus unserem Shop:

 

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Olinda ist eine recht schwere Baumwolle, bestens geeignet für eine widerstandsfähige knallgelbe Sonnen-Shorts.

 

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Naomi ist ein leichter Baumwollstoff mit einem Hauch Glanz. Daraus ließe sich eine luftige Shorts für die allerheißesten Tage des Jahres zaubern. In kräftigem Fuchsia oder in einem pudrigen Rosé.

 

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Opél besticht durch seinen tollen Fall. Damit ist er prädestiniert für die Party-Hose.

 

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Natürlich muß eine Shorts gar nicht einfarbig sein. Lässige Streifen und coole Wax-Prints funktionieren ebenso.

 

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Abseits des einschlägigen Nähmagazins sind uns diese tollen Shorts-Schnitte aufgefallen:

Für die Pfadfinderin in jeder von uns hat République de Chiffon die Bundfaltenshorts Pierre in Programm.

Chataigne von Deer & Doe hingegen ist süße Pariser Verführung mit hoher Taille und Bogenkante.

Die Thurlow von Sewaholic ist beinahe schon ein Klassiker, wohl auch wegen ihrer betont schlichten Form.

Die Sweet Shorts von Pattern Runway spielen ebenfalls mit abgerundetem Saum für eine überraschende Optik.

Also flugs: Stoff geordert und losgenäht! Für dieses unvergleichliche Gefühl, wenn einer der warme Sommerwind über die nackten Beine streift. Genießen Sie den Sommer.