Lässige Sommerkleider

Sonnige Tage, an denen eine Jacke und Socken nicht brauchte, hattenw ir schon. Also dürfen wir auch schon mal von den richtig heißen Tagen träumen und uns Gedanken um die dafür notwendige Kleidung machen. Immer richtig: ein lässiges, aber raffiniert geschnittenes Kleid. Denn mal ehrlich: bei 30 Grad plus sind engsitzende Klamotten wirklich nicht mehr bequem.

Deshalb gibt es heute eine kleine Übersicht über coole, entspannte Schnitte mit dem gewissen Etwas.

Den Anfang macht das neue Schnittmuster von Victory Patterns: Hannah.

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Ärmellos und mit dem für Victory Patterns typischen abgerundeten Saum, besticht Hannah durch Taschen UND die raffinierte Drapierung im Rücken. Das funktioniert hinreißend in uni, aber Drapierung und Knopfleiste könnte frau auch noch farbig absetzen.

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Auch bei Aphrodite von I Am Paterns überrascht die Rückenansicht. Hier ist es ein rechteckiges Cut-Out, das dem schlichten Hängerchen das Je-Ne-Sais-Quoi gibt. Da kann natürlich Haut hervorblitzen oder aber das gehütete Reststück vom Lieblingsstoff.

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Das Rushcutter Dress von In the Folds bietet sich mit seiner sehr graphischen Form geradezu an für Colorblocking oder Muster und Paspel-Spielereien. Genauso gut könnte frau aber verschiedene Materialqualitäten kombinieren. In der langärmelige Version ist es sogar frühjahrstauglich.

Das Oversized Shirt Dress von Makers’Atelier ist genau das, was der Name verspricht: eine sehr lange, untaillierte Hemdbluse. Der ideale Schnittpartner für all die griffigen, leicht transparenten Stoffe, die etwas unten drunter brauchen. Hier vielleicht ein schönes Hemdchen und eine kühlende Leinenhose. Natürlich bieten sich all die Spielereien auch an, die Hemdblusen besonders machen: Top-Stitching an der Knopfleiste. Farbige Knopflöcher. Geniale Knöpfe.

Welche Stoffe aber nun für diese nonchalanten Kleider? Unis in klaren Farben bieten sich an. Zum Beispiel unser Baumwollstoff Naomi. Er ist griffig und elastisch, hat einen leichtem Glanz und passt so wunderbar zu den reduzierten, aber raffinierten Schnitten.

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Geometrische oder abstrakte Prints als Stoffpartner sind nähtechnisch eine etwas größere Herausforderung, ergeben aber ein fulminantes Ergebnis.

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Punkte; Grafitti

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Steifen und Punkte

Suchen Sie sich einen Stoff aus in unserem Shop und legen Sie los!

 

 

Adele – vier Schnitte für einen Traumstoff

Unser Adeleprint besticht durch seine crepeartige Oberfläche. Der tollen Fall macht diesen Stoff zum erstklassigen Partner für locker drapierte, fließende Blusen und Kleider. Trotz kräftiger Blau- und Rottöne gibt die Aquarell-Optik dem Stoff etwas Verträumtes. Die leichen Pinselstriche nehmen aber alles Süßliche.

Bevor Sie sich jetzt fragen: „Aber was nähe ich daraus?“, stellen wir Ihnen einige schöne Schnitte vor.

Aus der Simplicity Pattern Vintage-Serie ist dieser Schnitt:

Misses' Vintage 1960's Three Armhole Dress

Ein ausgesprochen raffinierter Wickeleffekt, mit DREI Armlöchern. Reduziert und elegant. Gerade wegen der geraden Form ein idealer Partner für das tolle Muster des Stoffs. Ein entspanntes Kleid für besondere Anlässe.

Etwas weniger festlich, dafür voll alltagstauglich ist Simplicity 8055. Raglanärmel und schön-gelegte Falten am Halsausschnitt bringen das gewisse Etwas. Gleichzeitig stören die wenige Nähte das Muster kaum.

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Die Anderson Blouse von Sew Over it besticht durch ihre weichen Falten an den Schultern und den lässigen Wickeleffekt an der Taille.

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Auch hier keine Abnäher, die auffällig ins Muster schneiden würden. Dafür ein weich fallender V-Ausschnitt und eine Bluse, die drüber getragen genauso gut aussieht wie reingesteckt.

Das Classix Nouveau Scarf-Shirt von Hot Patterns ist eine lässige Schluppenblusen-Variante, vor allem, wenn der Schalkragen ungeknotet bleibt. Die französischen Abnäher bringen den Schnitt zudem sanft auf Figur. Schön über schmalen Hosen, aber auch reingesteckt mit fließendem Kragen, wie abgebildet.

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Für welchen Schnitt Sie sich auch entscheiden, Adeleprint verwöhnt mit hohem Tragekomfort und bietet dazu noch die Robustheit einer Polyesterfaser. Also: Flugs bestellt und dann losgenäht.

5 Dinge, die Sie jetzt für Ihr Näh-Karma tun können

Das neue Jahr ist da. Zeit, sich in Ruhe im Nähzimmer bzw. bei den Näh-Utensilien umzusehen und ein paar Dinge zu ordnen oder zu verändern, damit das Nähen im weiteren Jahresverlauf umso produktiver und befriedigender laufen kann.

  1. Räumen Sie Ihren Nähplatz auf.

    Gerade wenn Sie vor Weihnachten viel genäht haben, aber wenig Zeit zum aufräumen hatten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, am Nähplatz klar Schiff zu machen.
    Sie nähen schneller, wenn alles an seinem Platz ist und Sie nicht erst lange suchen müssen.
    Außerdem gibt Ihnen ein ordentlicher Näharbeitsplatz das Gefühl, die Dinge unter Kontrolle zu haben. Das ist immer ein guter Start.
    Und Kreativität liebt den freien Raum auf Näh- und Zuschneidetisch und wird ihn schnellstens zu füllen versuchen.

  2. Sortieren Sie Ihr Stoff- und Schnittlager.

    Wissen Sie wirklich noch, welche Stoff und Schnitte Sie besitzen?
    Wenn nicht, ist es an der Zeit, sich eine Übersicht zu verschaffen.
    Gehen Sie Stoffe und Schnitte durch und behalten Sie wirklich nur die Dinge, die Ihnen Freude bereiten. Lassen Sie los! Zu viel Material, vor allem solches, das Ihnen nichts mehr sagt, blockiert Siebe im Nähen. Veranstalten Sie einen Tauschabend mit befreundeten Hobbyschneiderinnen, finden Sie eine gemeinnützige Organisation, die was mit Ihren Stoffspenden anfangen kann, versuchen Sie Ebay-Kleinanzeigen. Ihr Ziel ist ein Materiallager, das Sie glücklich macht und zum Tun anregt.

  3. Erbarmen Sie sich der Ufos, TfTs und des Stopf- bzw. Änderungsstapels.

    Sie sammeln sich bei jeder Hobbyschneiderin irgendwann an, die Teile, die nur mal eben gestopft werden müssten. Die Röcke mit dem losen Saum oder dem etwas zu weiten Bund. Die angefangenen und abgebrochenen Projekte. Die Teile, die nicht mehr zu retten sind.
    Das Fiese an diesem Stapel? Er saugt Ihnen die Nähmotivation weg. Also: Arbeiten Sie ihn ab.

    Stopf- und Änderungsstapel: Machen Sie’s endlich und hängen Sie die fertigen Teile mit gutem Gewissen zurück in den Schrank.
    Unfertige Projekte: Sehen Sie sich jedes Teil an: Was ist noch zu machen? Warum liegt es auf diesem Stapel? Hat Sie beim Nähen ein technisches Problem ausgeknockt? Haben Sie während des Nähens gemerkt, dass das Projekt nicht zu Ihnen passt?
    Bewerten Sie jedes Teil danach. Sind es nur noch wenige Schritte bis zur Vollendung und Sie lieben Stoff und Schnitt immer noch? Dann holen Sie sich Hilfe für die Lösung. Sie haben viel Arbeit reingesteckt, das sich abzeichnende Ergebnis sieht gut aus, aber Sie haben beim Muster oder der Farbe daneben gegriffen? Überlegen Sie, wem Ihr Teil gut stehen könnte und bieten Sie es derjenigen Person an. Sie hassen das Teil mittlerweile? Überlegen Sie, ob Sie Stoff, Knöpfe, Reißverschlüsse retten können. Dann nehmen Sie es auseinander. Wenn nicht: packen Sie es in die Altkleidersammlung.
    Teile für die Tonne: Warum liegt das noch in Ihrem Nähkorb? Können Sie wenigstens einen Teil des Materials retten? Dann trennen Sie das Stück auf. Ansonsten nehmen Sie das Teil noch mal zur Hand und finden Sie drei Dinge, die Sie bei diesem Projekt gelernt haben. Wie Edison sagte: Erfolg ist die Summe aller Mißerfolge.

  4. Legen Sie ein Nähnotizbuch an.

    Wissen Sie noch, welchen Windstopper Sie im vorletzten Mantel vernäht haben? Oder welche Einlage Sie wo im Wollblazer verwendet haben? Wir vergessen solche Informationen schneller als wir denken.
    Deshalb sollten Sie Ihr Nähwissen festhalten. Ob auf Papier oder digital, machen Sie sich zu jedem neuen Projekt Notizen: Welche Materialien haben Sie verwendet? Aus welcher Quelle? Welche Anpassungen haben Sie am Schnitt vorgenommen? Welche Schwierigkeiten traten auf und wie haben Sie die gelöst?

  5. Planen Sie Ihre Nähzeit.

    Tragen Sie Ihren Nähabend in den Familienkalender ein. Melden Sie sich zu dem Kurs an, mit dem Sie seit Monaten liebäugeln. Verabreden Sie die Nähkränzchen-Termine gleich fürs ganze Jahr. Buchen Sie ein Nähwochenende und werkeln Sie drei Tage ungestört in Gesellschaft anderer Stoffenthusiastinnen.
    Wofür auch immer Sie sich entscheiden: Blocken Sie sich Ihre Nähzeit jetzt, wo noch genug Spiel im Jahr ist.

Wir wünschen Ihnen ein produktives Näh-Jahr 2016! Sew on!

 

Jetzt wird abgerechnet!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu.

Vermutlich werkeln Sie alle noch fleißig an den letzten Weihnachtsgeschenken oder am Weihnachtskleid. Dann ist nach dem Trubel der Weihnachtsfeiertage der perfekte Zeitpunkt, auf das Nähjahr 2015 zurück zu blicken.

Führen Sie Buch über all Ihre fertig gestellten Nähstücke? Haben Sie gar eine Liste aus dem Vorjahr? Wenn nicht: Hängen Sie einmal alle Werkstücke dieses Jahres zusammen. Schauen Sie sich Ihr Ergebnis an. Hatten Sie einige der Stücke schon vergessen?

Es ist erstaunlich wie schnell frau die kleineren, unkomplizierten Teile vergisst, die sie schnell zwischen großen Projekten über die Maschine gezieht. Aber auch die sind genäht worden. Auch die haben Zeit in Anspruch genommen. Auch an denen ist Ihr Können gewachsen.

Wenn Sie sich Ihre Näh-Bilanz ansehen – sind Sie dann erstaunt ob der Fülle oder eher genknickt, dass es nur so wenig Stücke sind? Oder sind es wenige, dafür aber sehr arbeitsintensive Stücke, auf die Sie sehr stolz sind?

Was haben Sie genäht? Welche Schnitte? Welche Teile? Welche Stoffe? Und wie sind Sie mit Ihren Ergebnissen zufrieden?

Ist eine Entwicklung erkennbar? Haben Sie dieses Jahr einen Sprung in Ihrem Können oder Ihren Resultaten gemacht? Wenn ja: Was haben Sie anders gemacht als im Jahr zuvor?

Schauen Sie in Ihre Nähstatistik von 2014 und vergleichen Sie mit dem Ergebnis aus 2015. Was lässt sich daraus schließen? Haben Sie mehr genäht? Wenn ja, wie haben Sie das angestellt? Schneller genäht? Mehr Zeit zum Nähen erübrigen können? Weniger komplizierte Schnitte verarbeitet?

Wenn Sie die beiden Jahresergebnisse vergleichen und Ihre aktuellen Lebensumstände mitbedenken, können Sie ganz gut abschätzen, was für 2016 realistisch ist. Wir neigen alle dazu, mehr Pläne zu machen, als wir je umsetzen können. Was bisweilen sehr frustrierend werden kann. Wenn Sie aber wissen, dass maximal 20 Teile drin sein werden, dann können Sie entschiedener NEIN sagen zum aktuell gehypten Schnitt, der vielleicht gar nicht in Ihre Projektreihe passt.

Der große Überblick gibt Ihnen ein Gefühl dafür, was Sie alles geschafft haben. Trotz der vielen anderen Verpflichtungen. Trotz der Schwierigkeiten, die in fast jedem Näh-Projekt wieder auftauchen. Ja, an der Stelle dürfen Sie sich ruhig mal loben. Gut gemacht.

Wenn Sie sich Ihre Nähwerke so ansehen: Erkennen Sie da Entwicklungen, die Ihnen beim Arbeiten daran gar nicht aufgefallen sind? Hat sich ein Material eingeschlichen, mit dem Sie nie gedacht hätten zu arbeiten? Haben Sie Schnittformen probiert, die bisher außerhalb Ihrer Komfortzone lagen? Deutet sich ein Stilwechsel an? Ist der gewollt? Oder mehr so passiert? Wollen Sie diesen Weg in 2016 weiter verfolgen?

Der Überblick deckt aber auch entstandene Lücken auf: Haben Sie 2015 neue Rockformen ausprobiert, zu denen jetzt die Oberteile oder Jacken / Mäntel fehlen? Nähen und tragen Sie wieder verstärkt Hosen? Haben Sie dann Oberteile in passender Länge? Haben Sie ein weitreichenderes Kleiderschrank-Projekt angefangen und wollen dazu weitere Teile ergänzen?

Hat sich Ihr Körper verändert in diesem Jahr? Hat sich in Ihren Lebensumständen etwas Relevantes verändert (neuer Job etwa mit anderem Dress-Code)? Brauchen Sie für diese Veränderungen neue Kleider?

Welche Näh-Notwendigkeiten ergeben sich aus den Lücken, die Sie so ausgemacht haben? Nehmen Sie diese gleich als erste in 2016 in Angriff, damit schöne, bereits fertige Teile nicht mangels Partnern im Schrank bleiben.

Und wie sieht es in Ihrem Stofflager aus? Haben Sie einen guten Teil verarbeitet? Dann klicken Sie rüber in unseren Onlineshop und lassen Sie sich von unseren schönen Stoffen inspirieren.

Ein frohes und entspanntes Weihnachtsfest wünschen wir Ihnen!

 

So nähen Sie schneller

Ist Ihre Nähliste auch gerade lang bis endlos? In der Vorweihnachtszeit würde sich zusätzliche Nähzeit sicher sehr gut verkaufen. Können wir aber leider (noch) nicht anbieten. 😉

Deshalb haben wir heute bewährte Zeitspartipps für Nähen zusammengetragen, damit Sie in Ihrer Nähzeit möglichst viel schaffen.

Grundlagen:

  • Seien Sie realistisch: Ist das wirklich zu schaffen? Streichen Sie evtl. ein oder zwei Teile.
  • Einen, wenn evtl. auch temporären, Arbeitsplatz einrichten. Beinahe nichts frisst mehr Zeit als Suchaktionen.
  • Alle Materialien für die Nähprojekte zusammenstellen, bevor Sie anfangen. Nichts ist ätzender als mitten im flow losrennen zu müssen, weil’s Garn alle ist oder kein Reißer zur Hand ist.
  • Störenfriede aussperren. Also: Rechner aus, Handy weg, vorhe rmit dem Hund Gassi gehen. Die Familie ins Kino schicken.
  • Seriell arbeiten: Wenn Sie mehrere Kleidungsstücke nähen, arbeiten Sie sich schrittweise durch alle  Werkstücke ( z.B. alle Abnäher an allen Teilen hintereinander), an statt erst eins komplett fertig zu nähen.
  • Bleiben Sie in der „Weihnachtsproduktion“ vorrangig bei Schnitten, die Sie schon genäht haben. So nutzen Sie Ihr Wissen optimal aus.
  • Notieren Sie die Änderungen, die Sie gemacht haben, auf dem Schnitt, so dass Sie bei der nächsten Version nicht noch mal nachdenken müssen.
  • Planen Sie nach der Weihnachtszeit ein Phase, in der Sie sich mit all den Hilfsmitteln Ihrer Nähmaschinen auseinandersetzen, die Sie bisher nicht genutzt haben, die aber Zeit sparen könnten. Damit sie das dann in der nächsten heißen Phase auch tun können.

Vor dem Nähen:

  • Nutzen Sie Gewichte an Stelle von Stecknadeln.
  • Benutzen Sie Rollschneider und Schneidematte zum Zuschneiden.
  • Leben Sie den Futterstoff in den Oberstoff und schneiden Sie beides zusammen zu.
  • Wenn’s irgend geht: Nutzen Sie Schnittmuster mit eingearbeiteter Nahtzugabe, so dass das anzeichnen entfällt.
  • Schneiden Sie Abnäher aauf dem Schnittmuster ein oder aus (je nach Lage oder Schnittmustermaterial), das beschleunigt das Anzeichnen erheblich (bei Dior machen die das auch so).
  • Bebügeln Sie ein hinreichend großes Stoffstück mit Einlage und schneiden Sie daraus alle Teile zu, die verstärkt werden müssen.
  • Versäubern Sie alle Kanten mit der Overlock (besonders, wenn das Material ausfranst) vor dem Nähen, es sei denn, Sie nähen einen unbekannten Schnitt und haben extrabreite Nahtzugaben für die Anpassung.
  • Ziehen Sie gleich mehrer Spulen mit dem benötigten Garn auf.
  • Bleiben Sie auf der Overlock bei einer Farbe. Mischen Sie evtl. zu Beginn die Farben auf der Overlock entsprechend der zu verarbeitenden Stoffe.

Beim Nähen:

  • Nähen Sie wirklich alles, was Sie nähen können, bevor Sie zum ersten Mal bügeln gehen.
  • Nähen Sie so viel wie möglich, so lange der Stoff noch flach liegt (also bevor Sie die Seitennähte schließen).
  • Wenn Sie vor dem Nähen nicht versäubern mussten, nähen Sie so viele Nähte wie möglich mit der Overlock.
  • Schneiden Sie Fäden immer gleich ab, wenn Sie die Naht beendet haben.
  • Nähen Sie Details zuerst, so lange die großen Konstruktionsteile noch nicht zusammen gesetzt sind.
  • Wechseln Sie nur für die sichtbaren Nähte zu einem farbig genau abgestimmten Garn. Bleiben Sie ansonsten bei einer Garnfarbe für alle Projekte.

Haben wir was vergessen auf dieser Liste? Dann sagen Sie es uns in den Kommentaren.

Wir wünschen für dieses Wochenende und die nächsten Wochen frohes und fixes Schaffen.

 

 

Blaues Wunder

Wir haben einen wunderbaren neuen Stoff im Shop.

100 % Viskose. Weich und angenehm zu tragen. Genau richtig für Blusen und Kleider. Außerdem ein schöner Farbtupfer. Islandia können Sie hier in unserem Shop bestellen.

Und wie immer, wenn ein neuer Stoff ankommt, beginnt mein Kopf, den passenden Schnitt dazu zu finden. Natürlich gibt es DEN EINEN RICHTIGEN immer nur für DIE EINE PERSON. Deshalb haben wir auch heute wieder eine kleine Auswahl toller Schnittmuster für Sie.

Fangen wir mal mit zwei Oberteilen an.

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Skandinavischer Minimalismus pur beim Lexi-Top von Named Pattern. Nur zwei Abnäher, also wenig, was den Musterverlauf stört. Ein toller Kombi-Partner zum Hosenrock, wie im Bild gezeigt. Aber auch mit einem schmalen, längeren Bleistiftrock sehr lässig kombiniert.

 

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Oakridge von Sewaholic ist beinahe schon ein Klassiker unter den Indie-Designs. Zurecht. Durch den schön geschwungenen Saum kann die Bluse gut über Rock oder Hose getragen werden, sieht aber auch reingesteckt toll aus. Und große Blumenmuster kann sie besonders gut.

 

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Sylphide von Papercut Patterns ist die Schluppenbluse in Kleidform mit einem wunderbar flatternden Tellerrock. Damit wird unser Stoff dann definitiv party-tauglich.

 

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Kess mit kontrastfarbigem Kragen und Manschetten ist auch Patti, ein 60s Schnitt aus der neuen Vintage Burda ein toller Schnitt für unseren Stoff.

 

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Noch ein bißchen verspielter ist David von Oki Style. Volants an den Ärmelsäumen und entlang des Vorderteils geben diesem lässig fallenden Schnitt die besondere Note.

Die Blumen sind Ihnen romantisch genug und Sie hätten lieber einen Schnitt, der das Romantische cool bricht? Dann schauen Sie sich doch mal Hermes von I Am Patterns an.

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Ihnen ist gleich ein anderer Schnitt für unseren tollen Stoff eingefallen? Dann verlinken Sie den doch in den Kommentaren.

Und klicken Sie rüber in den Shop für ein paar Meter der schönen blauen Wunders.

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Weihnachtskleid-Material

Ist es noch zu früh, um über DAS Weihnachtskleid zu sprechen? Gehe ich nach meinem Näh-Tempo, dann ist ganz schnell eine Entscheidung fällig. Schnell-Näherinnen können sich natürlich noch ein Weilchen Zeit lassen. Und die Vorausschauenden haben vermutlich schon angefangen, nicht wahr? Oder etwa nicht?

Naja. Wir haben seit vorgestern zwei neue Stoffe im Shop, die sich vorzüglich für feine Kleider eignen, aber auch nicht soooo empfindlich sind, dass sie ein geschäftiges Weihnachtsfest und den unvermeidlichen Soßen-Klecks nicht überstehen würden.

Dies sind die beiden Kandidaten:

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Telo ist ein fester Baumwoll-Stoff mit Stand, der durch seine leicht angeflauschte Oberseite und den Stretch-Anteil besticht. Damit ist er ideal für entspanntes Lümmeln auf der Couch nach dem Geschenkeauspacken und läßt den Tod-durch-Schokolade-Brownies noch Platz. Noch dazu haben wir ihn in einem wunderbaren Rotton vorrätig.

 

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Yenka ist ein toller Crêpe aus einem Viskose-Gemisch. Er fällt schön und ist das perfekte Material für eine eher fließende Version des kleinen Schwarzen.

 

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Dafür bietet sich z.B. Francoise von Tilly and the Buttons an: Ein 60s inpiriertes Mini-Kleid mit Bubikragen, den frau natürlich farblich abgesetzt arbeiten kann oder einen leichten Glitzer-Effekt setzen kann. Außerdem zeichnet sich der Schnitt durch leicht einzusetzende Raglan-Ärmeln und französische Abnäher aus.

 

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Ein weiterer schöner Schnitt für den fließenden Crêpe ist das 40s Tea Dress von Sew Over It. Ganz pur in schwarz kann frau ist umkompliziert mit Accessiores aufpeppen. Aber eine kontarstierende Paspel kann hier auch für zusätzlichen Fest-Appeal sorgen.

 

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Georgina von République du Chiffon besticht durch den raffinierten Rückenausschnitt. Hier könnte z.B. eine schöne Spitze einen tollen transparenten Kontrast zum schwarzen Crêpe bilden.

Für Telo empfehlen sich auf Grund seines festen Griffs eher strukturierte Schnitte.

 

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Vogue 1317 ist ein Ralph Rucci Designer Schnitt und verbindet 3/4-Ärmel mit einem wintertauglichen, tiefen Ausschnitt (ja, das geht!). Der beschwingte Rock und vor allem die Schleife geben dem Design den außergewöhnlich festlichen Touch.

 

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Vogue 1084 ist ein wieder aufgelegter Original-Schnitt aus den 50ern: alles, was 50s Fashion so großartig macht, findet sich in ihm wieder: verschwenderische Stofffülle im Rock, Kimono-Ärmel (es gibt auch da einen 3/4-Arm-Variante), raffinierte Ausschnittlösungen … Ein Kleid, in denen Ihnen der große Auftritt garantiert ist.

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Burda 121 ist das Gegenteil von Retro, aber gerade in rot auch ein aufregend-festlicher Hingucker. Der sehr strukturierte Schnitt eignet sich bestens für den festen Baumwoll-Stoff, der Stretch-Anteil sorgt für die nötige Bequemlichkeit.

Haben wir Sie jetzt auf Ideen gebracht? Das würde uns freuen. Theoretisches Nähen – also das Stoff aussuchen und Schnitte erwägen ist doch mindestens der halbe Spaß, oder nicht?

In diesem Sinne: einen produktiven Sonntag!

Rock nähen leicht gemacht!

Einen leicht ausgestellten Rock zu nähen ist sicherlich ein gutes Einstiegprojekt ins Nähen. Anpassungen hinsichtlich der Paßform halten sich in Grenzen und die benötigten Schritte sind recht übersichtlich. Hat frau diese Basics erstmal geübt, kann sie natürlich beim Rock jeglichen Verarbeitungsaufwand treiben, den sie mag.

Im heutigen Post haben wir einige Verarbeitungstipps und -anleitungsvideos zusammen gestellt, die Ihnen über die kleinen Klippen, die es beim Röcke nähen eben doch gibt, hinweg helfen.

Einen ersten Überblick über die Abfolge der einzelnen Schritte beim Nähen eines Rocks bietet dieser Blogbeitrag von Le Carrousel.

Um die Verarbeitung eines bekannten Rockschnitts abzukürzen, bietet sich die hier gezeigte Abfolge an. (Allerdings bedarf es dabei des extrem exakten Arbeitens. )

Reißverschluß

Das Einnähen des Reißverschlusses ist sicher eine der größten Konstruktionshürden beim Rock. Schließlich soll er ordentlich auf und zu gehen, die Naht soll sich nicht wellen und er soll ganz in der Naht verschwinden oder ordentlich gearbeitet sehr präsent sein.

In diesem Video werden drei Reißverschluß-Varianten gezeigt:

Die einfachste Variante ist sicher, den Reißverschluß offen auf die Oberseite des Stoffes zu nähen. Es gibt viele hübsche Schmuckreißverschlüsse, die genau dafür gemacht sind. Aber auch ein robuster Metallreißer kann einen interessanten Bruch ergeben, wenn frau ihn offen auf einen sehr eleganten Stoff näht.

Am unauffälligsten ist der nahtverdeckte Reißverschluß. Genau der ist es aber auch, der gerne ein bißchen Ärger macht beim Einnähen. Schön anschaulich im close-up wird das Verfahren in den folgenden beiden Tutorials gezeigt.

https://blog.colettehq.com/tutorials/tutorial-installing-an-invisible-zipper

Der wesentliche Unterschied der beiden Verarbeitungen liegt darin, dass in der Burda-Anleitung der Reißverschluß nicht gebügeln wird, sondern die Zähnchenspirale mit der Stecknadel heruntergedrückt wird. Damit läuft frau nicht Gefahr, mit dem zu heißen Eisen die Plastikzähnchen zu verschmelzen (fragen Sie nicht, woher ich das weiß). Allerdings liegt die Spirale nach dem Bügel etwas flacher und die Nadel kommt näher an die Zähnchen heran, wodurch die Reißverschluß erst unsichtbar wird.

Wie der nahtverdeckte Reißverschluß unters Futter kommt, zeigt dieses Tutorial.

Abnäher

Mit vier Abnähern kommt frau bei einem Rock meist hin. Toscaminni hat einen workshop, der eine sehr praktische Art zeigt, die Abnäher genau zu markieren.

Lucia zeigt auf ihrem blog eine Variante, bei der die Fäden an der Spitze verknotet und nicht verriegelt werden, was die Wahrscheinlichkeit, eine „Blase“ zu produzieren herabsetzt. Außerdem empfiehlt sie, den Abnäher in leicht gerundeter Form und nicht in gerader Linie zu nähen, da er sich so besser an den Körper anschmiegt.

Bei besonders dicken Stoffen kann es sinnvoll sein, einen unterlegten Abnäher zu arbeiten, bei dem ein zweites Stück Stoff mitgefaßt wird, das abschließend in die Gegenrichtung gebügelt wird. Schneckennasen zeigt das auf ihrem blog.

Bund

Von ihm hängt alles ab, weshalb er elementar für Halt und Sitz des Rocks ist natürlich.

Für die einfachste Variante wird die Rockkante mit Einlage verstärkt und dann schlicht mit dem Futterrock verstürzt. Das ist aber nur bei formstabilen Stoffen zu enpfehlen. Alle Stoffe, die auch nur im entferntesten zum Dehnen neigen, brauchen eine wesentlich stabilere Verarbeitung. Bei Wollstoffen hält nachhaltig eigentlich nur ein mit Rippsband verstärkter Bund.

Farbenmix zeigt die Bundverarbeitung mit vorgefertigter Bundeinlage hier. Auf diesem Threads-Video erläutert Susan Khalje verschiedene Couture Techniken für die Bundverarbeitung.

Saum

Die zentrale Frage beim Säumen ist: Sichtbare oder unsichtbare Saumnaht? Bei einem robusten Stoff oder einem sportlichen Schnitt kann eine deutlich sichtbare Naht ein Designelement sein. Bei einem feineren Stoff und einem eleganteren Schnitt wird frau sich gegebenenfalls für eine Handnaht oder die Blindstichfunktion ihrer Nähmaschine entscheiden. Handnähte sind bei geraden und Bleistiftröcken schneller gemacht als befürchtet und sollten deshalb nicht von vornherein ausgeschlossen werden.

Bei gerade oder nur leicht ausgestellten Röcken ist das Säumen nicht übermäßig kompliziert und durchaus ohne Rockabrunder machbar.

Stecken Sie vor dem Spiegel in der vorderen Mitte die gewünschte Länge ab. Ziehen Sie den Rock aus und messen Sie ab, wie lang der Rock werden soll. Stecken Sie die gewünschte Weite an allen Nähten ab. Dann legen Sie den Rock aufs Bügelbrett undschlagen den Saum rundherum in der gewünschten Breite um. Spannen Sie nun den Stoff zwischen einer Seiten- und derrückwärtiger Mittelnaht etwas. Der umgelegte Saum wird sich so gerade legen. Fixieren Sie die Saumkante mit Stecknadeln. Verfahren Sie genauso für die Strecke zwischen rückwärtiger Mittelnaht und anderer Seitennaht. Dann arbeiten Sie sich von der Seite zur vorderen Mitte und von da wieder zur Seite. Legen Sie zur Kontrolle die Seitennähte noch einmal übereinander. Bügeln Sie die Kanten um und nähen Sie den Saum auf die gewählte Weise fest.

Tellerröcke oder auch solche mit sehr viel Weite lassen sich am Besten mit Schrägband säumen. Dabei können Sie eine gleichmäßige Kante z.B. in einem kontrastfarbenen Schrägband einfassen, oder Sie schlagen das Band nach dem ersten Annähen komplett nach innen um. In jedem Fall hilft es, die Weite des Rocks zu bändigen ohne Fältchen im Saum zu verursachen. Wie das Schrägband angenäht wird, zeigt das nachfolgende Video.

Schrägband kann frau natürlich immer für eine saubere Saumverarbeitung anwenden. Nur geformte Säume brauchen einen Extra-Beleg und gegebenenfalls Einlage als Verstärkung.

Rockschlitz

Ist der Rock länger und die Form eng, braucht er einen Schlitz damit frau noch ordentlich in ihm laufen kann.

Die Deluxe-Variante ist ganz sicher die Dior-Falte. Sewing Galaxy zeigt sie reich bebildert hier. Für den einfachen Geh-Schlitz wird der untere Teil der rückwärtigen Naht nicht geschlossen. Der verdeckte Geh-Schlitz, der hier auf dem Bernina-blog gezeigt wird, funktioniert mit einem ins Futter geschnittenen Bogen. Stichelbeere zeigt hier die elegantere Version mit angehefteten Futter.

Damit genug der Tipps für heute. Schnappen sie sich einen schönen Rockstoff ( aus unserem schop natürlich ;-)) und legen Sie los.

 

Schöne UND warme Winterkleider

„Kleider im Winter sind unpraktisch und kalt!“ Höre ich immer mal wieder. Meist von überzeugten Hosenträgerinnen. Das Gegenteil ist der Fall, finde ich, wenn frau den richtigen Stoff, den richtigen Schnitt und die richtigen „Zubehörteile“ wählt.

Kleider im Winter sind perfekte Begleitung für die tollen neuen Stiefel. Sie verschwinden unter dem Hingucker-Mantel, den Sie mit viel Liebe fertig gestellt haben und stehlen ihm nicht die Show. Derweil halten Thermoleggings oder -strumpfhosen Ihre Beine warm.

Mit Strickjacke oder Pulli darüber und ggf. einem langärmeligen Unterhemd darunter werden sogar Übergangskleider wintertauglich, so lange uns nicht arktische Temperaturen erreichen.

Mithin: Nicht nur Weihnachten ist winterliche Kleiderzeit. Nein, auch den winterlichen Alltag kann frau im Kleid angehen.

Deshalb stellen wir Ihnen heute drei sehr schöne Winterkleider vor.

 

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Aus der Designer Reihe bei Vogue gibt es ein sehr raffiniertes Kleid von Rachel Comey. Sein asymetrischer Halsausschnitt und der schwungvolle Rock (mit Godets) machen es zu einem Hingucker. In einem schmeichelnd kuscheligen Stoff wird es zum Winterliebling.

 

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Joan von Sew OVER IT! ist natürlich von Joan Halloway aus Mad Men inspiriert und ein tolles Kleid fürs Büro, das sich hervorragend aus Velveteen oder  Cord nähen läßt. Ein toller Print kommt hier genauso zur Geltung, wie eine hinreißende Farbe ganz pur getragen.

 

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Und schließlich ein Boho-Maxikleid von Burda. Ein schöner Crepe wäre hier ideal. Der Schnitt lädt aber auch ein zu kreativen Stoffmixereien.

Bei allen Winterkleidern ist ein Futter unerläßlich. Es wärmt zusätzlich und sorgt für den besseren Sitz. Und wir empfehlen natürlich unser Neva’viscon! 😉 Wer aber Zeit hat, zum Futteraussuchen in den showroom zu kommen, die kann dort allerlei wunderbare, gemusterte Futterstoffqualitäten entdecken und bestellen.

Mit dem richtigen Schnitt, dem richtigen Stoff UND dem richtigen Futter gibt es also überhaupt keinen Grund, im Winter aufs Kleidertragen zu verzichten.

Blusen nähen leicht gemacht

Blusenstoffe sind unserer Spezialgebiet. Weshalb wir gerne möchten, dass Sie sich viele Blusen nähen. Da Blusen nähen jedoch nicht ganz einfach ist, haben wir für Sie hilfreiche Anleitungen und Tutorials gesammelt. Zum Glück finden sich in den Weiten des Internets Lösungshilfen für so gut wie jedes Nähproblem.

Französische Nähte:

Sehr dünne oder leicht ausfransende Blusenstoffe verarbeitet frau besser mit französischen Nähten. Diese schließen die offenen Stoffkanten sicher hinter einer Naht ein.

Wie das geht, wird auf dem Blog Von Mri gezeigt. Grainline Studios blog-post liefert ergänzend die Erklärung, wie frau Ärmel mit französischen Nähten einsetzt, damit Ihre Bluse innen so edel aussieht wie außen.

Kragen:

Bei Blusen mit klassischem Hemdkragen ist dieser sicher der am schwierigsten zu nähen Teil. Auf dem Bernina-Blog finden Sie eine Variante den Kragen zu nähen. In dieser Anleitung sind Einlage und Ober- und Unterkragen gleich groß zugeschnitten. Die für den Oberkragen benötigte Mehrweite wird durch Verschieben beim Zusammenstecken erreicht.

In dieser Anleitung von Sewaholic wird die Einlage des Oberkragens ohne Nahtzugabe an den Seiten und an der oberen Kragenkante zugeschnitten und die schmalen Seiten des Unterkragens werden etwas gekürzt, um die Mehrweite für den Oberkragen zu erzeugen.

In der Bernina-Anleitung werden Kragen und Kragensteg zunächst zusammengefügt und dann an den Halsausschnitt genäht. Die Anleitung von Andrea auf dem Foursquarewalls-Blog bietet eine andere Reihenfolge an. Sie fertig den Kragen, näht den zunächst nur den äußeren Kragensteg an den Halsauschnitt. Dann folgen Kragen und innerer Kragensteg in einem weiteren Arbeitsschnitt.

Für perfekte Kragenspitzen sorgt dieser kleine Kniff.

Knopfleiste:

Gerade wenn frau den Musterverlauf auf dem vorderen Blusneteil nicht stören will, bietet sich eine verdeckte Knopfleiste an. Wie die gearbeitet wird, erklärt dieses Burda-Video.

Manschetten:

Die Verarbeitung des Ärmelschlitzes und der Manschetten sind im Bernina-Nähkurs Bluse  gut erklärt. Dieses Tutorial zeigt die Verarbeitung einer Manschette mit kleinem Knopfloch im Ärmelschlitz, wie bei einem sehr klassischen Herrenhemd.

Schmaler Saum:

Blusen werden vor allem mit einem schmalen Saum gesäumt. Nähen Sie häufig Blusen, lohnt sich sicher die Investition in einen Rollsaumfuß. Bei Frau Nahtzugabe ist dessen Einsatz gut erklärt. Aber es geht auch ohne einen Spezialnähfuß. Statt dessen sind zwei Nähte und ordentlicher Bügeleiseneinsatz gefragt. Ein Video-Tutorial findet sich hier.

Wir wünschen viel Spaß und viel Erfolg beim Nähen. Und sollten wir Ihr Lieblings-Tutorial zum Thema Bluse nähen übersehen haben, teilen Sie es doch bitte in den Kommentaren mit uns.