Badenixen-Parade

Bis wir uns selbst in die Badeanzüge werfen und im Meer schwimmen gehen können, dauert es wohl noch eine Weile. Unser neuer Stoff bringt das Sommerfrische-Feeling jetzt schon ins Haus und an die Frau.

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Ist der nicht hinreißend? Eine wunderbar weichfließende Viskose. Ideal für beschwingte Sommerkleidung.

Wie gewohnt kommen hier ein paar Schnittvorschläge dafür.

Da der Stoff schon genug Retro-Charme mitbringt, wäre ein Vintage-Schnitt eventuell etwas zu viel. Deshalb haben wir moderne, aber verspielte Schnitte ausgesucht.

 

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Los geht’s mit einem Schnitt aus der gerade erschienen, maritim-inspirierten Kollektion von Papercut Patterns: Moana ist wahlweise ein lässiges Top oder ein luftiges Kleid mit aufgesetztem Reißverschluß im Rücken.

 

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Areli von République de Chiffon bietet durch die hohe Teilungsnaht und den Einsatz sowohl Möglichkeiten, mit der Schwimmrichtung der Schwimmerinnen zu spielen, als auch mit einer Paspel für Kontraste zu sorgen.

 

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B6240 ist ein entspannt drapiertes Kleid für einen weichfallenden Stoff, dabei schlicht genug, um der Verspieltheit des Stoffs Vorrang zu gewähren.

 

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Zoe von Schnittchen ist eine spannungsvolle Mischung aus Strenge (hochgeschlossener Hemdkragen) und Verspieltheit. Für die feinen Biesen an Oberteil und Rocksaum  ist unser Stoff der richtige Partner, weil er nicht zu viel Volumen aufbaut.

Für Instant-Sommerfeeling kraulen Sie jetzt schnell rüber in unseren Shop und bestellen ganz schnell. Viele Meter Badenixen sind nämlich nicht da.

Das grüne Leuchten

Die ersten zarten grünen Sprossen in Garten und Park. Die Stengel und Blätter der Schneeglöckchen, Narzissen, Krokusse. Der erste grüne Hauch auf Bäumen und Sträuchern. Dieses grün-gelbe Leuchten in Frühlingslandschaften, wenn die jungen Blätter da sind. Keine andere Farbe ruft so laut Frühling wie Grün.

Dieses spezielle Frühlingsgrün, eigentlich eine Mischung aus vielen hellen Grün- und Gelbtönen, ist allerdings ein bißchen tricky zu tragen. Aber gerade jetzt auf die lebendigste aller Farben verzichten? Nicht wirklich, oder?

Zum Glück haben wir gerade unseren wunderbaren Baumwoll-Satin Telo in einem hinreißenden Grünton im Shop. Genau das Richtige für die ersten Frühlingsstücke: ein raffiniertes Kleid, ein tolles Kostüm, eine ausgestellte Hose.

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Ein schöner Kleiderschnitt von Lekala. Nicht mehr wintermäßig dick eingepackt, sondern in italienischer Länge, mit 3/4-Armen und luftigem Ausschnitt. Ein strukturierter, körpernaher Schnitt für den der Baumwollsatin auf Grund seines Elasthan-Anteils genau der richtige Partner ist.

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Ein weiterer Lekala-Schnitt. Wieder mit Schößchen, aber diesmal eine Kurzarm-Version mit etwas weicherer Anmutung. Vielleicht für den Osterferien-Kurzurlaub in südlicheren Gefilden? Sonst vorproduziert für die ersten richtig warmen Tage.

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Ein Vogue-Kostüm (V1389), das in dezentem Grau nicht auffällt, in strahlendem Grün aber ein Hingucker wird. Lässig mit Stricktop oder Shirt kombiniert ist es bürotauglich reduziert-elegant und trotzdem ausgefallen.

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Die IT-Schlaghose der Nähszene schließlich: die Birkin Flares. Klar sehen die als Jeans extra cool aus, aber wer sagt denn, dass eine nicht auch einen anderen Stoff verwenden darf? Unser Telo hat mit 262g/qm mehr Substanz mit als so mancher Denim-Stretch und eignet sich somit natürlich auch für Hosen. Und 70s, Drei Engel für Charlie Charme in einem fantastischen Grün? Cool cat!

Und nun zu Ihnen! Tragen Sie Grün? Nein? Warum eigentlich nicht? Tasten Sie sich vorsichtig ran. Die grüne Hose ist entschieden zu weit weg vom Gesicht, um sich mit Ihrem Teint zu beißen. Dafür sorgt sie für feinen Frühlings-Groove.

 

Nähen heisst Zaubern!

Kleider sind Träume und Nähen ist Zaubern.

Nein, das wird kein Karnevals-Post. Aber die Lust daran, jemand anderes zu sein, steckt drin.

Kleider sind unsere zweite Haut. Sie sollen uns schützen. Sie sollen etwas über uns aussagen. Und die besten von ihnen verändern uns. Wir stehen aufrechter in ihnen, sehen der Welt direkt ins Auge. Wir fühlen uns zehn Zentimeter größer, leicht wie ein Schmetterling, unbesiegbar.

Gute Alltagskleidung bereitet uns kein Kopfzerbrechen und lässt uns ungehindert unserem Leben nachgehen. Doch die ausgefallenen, schönen, flippigen, überkandidelten Hinguckerteile und  Statement Pieces machen das Leben erst aufregend.

Gerade jetzt im Karneval zeigt sich, welche zauberhaften Dinge wir nähen können. Versponnen Versionen unserer Selbst oder gar ganz andere Identitäten. Kleider, so sagt das Märchen, machen Leute. Wie wunderbar, ab und zu in eine andere „Haut“ schlüpfen zu können, in dem wir sie uns einfach überziehen.

Im Karneval darf eins das ungeniert. Im täglichen Leben ist etwas mehr Dezenz angesagt (oder auch nicht?). Bei all der vernünftigen Planung unserer nächsten Nähprojekte sollten wir das nichht vergessen: die Lust am Verkleidenspielen ist immer noch da. Und es tut uns ganz gut, sie ab und zu zu füttern.

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Nähen ist das Schwelgen in Möglichkeiten. Warum sonst würde der Planungsprozess und das Auswählen beinahe noch mehr Freude machen als das tatsächliche Anfertigen? Wir können mit der Overlock nach dem Mittagessen mit der Lässigkeit eines Graffiti-Künstlers einen Sweater zusammentackern und ihn am Nachmittag zum Spazieren gehen schon tragen. Wir können aber auch einen lange gehüteten Strickstoff aus Bändchengarn mit Seiden-Georgette quilten und dann ein „Sweatshirt“ daraus nähen, das mit der einfachen Herkunft seiner Form kaum noch was zu tun hat. Und wir sind in dem Mittagspausen-Sweater eine andere als in der Couture-Version. Sie fühlen sich anders an, wir fühlen uns anders darin. Wie erstaunlich ist das eigentlich?

Zaubern Sie also an diesem Wochenende. Ganz egal, ob Sie im hohen Norden mit dieser Narretei gar nichts am Hut haben oder im dichtesten Jeckengewühl stecken. Sewing is magic!

Alltäglicher Luxus

Samt ist doch nur was für abends! Oder für besondere Anlässe!

Denken Sie das auch manchmal und lassen den wunderbar sanft glänzenden Handschmeichler liegen?

Dann lassen Sie mich versuchen, Sie vom Gegenteil zu überzeugen.

Samt ist eindeutig alltagstauglich. Aus diesen Gründen:

  1. Unser Baumwollsamt ist keine Mimose. Er wäscht sich gut, er näht sich gut, er trägt sich angenehm.
  2. Ein schlicht geschnittenes Kleidungsstück aus Samt ist ungeheuer flexibel. Das kann nicht nur 9 to 5, das kann 9 to Midnight. Je nach Kombinationspartner wirkt es lässig, chic oder mondän.
  3. Samt hat eine herrliche Farbtiefe und eine ordentliche Portion Farbe kann frau immer vertragen, besonders aber an grauen Wintertagen,
  4. Auch wenn das samtene Kleidungsstück lässig kombiniert wird, bleibt das Glamour-Gefühl, das die flauschige Oberfläche des Stoffs vermittelt.
  5. Gerade in der kalten Jahreszeit ist Samt ein toller Stoff, weil er luxuriös UND warm ist.

Während ein Samtblazer definitiv der Star in Ihrem Outfit sein wird, ist ein schlicht-geschnittener Rock aus Samt ein Kombinationspartner, der sich zurückhalten kann.

Deshalb zeigen wie Ihnen hier 4 reduzierte, schöne Rockschnitte, die Sie in Samt versuchen sollten!

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Vogue 9172 ist ein schlichter Wickelrock mit klarer Linie. Genau das Richtige, um die satte Farbe und den Glanz von Samt zur vollen Wirkung zu bringen.

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Die lockeren Bundfalten an diesem Burda-Modell zaubern Licht-und Schattenspiele in den Samt.

 

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Rosari von Pauline Alice bietet eine Menge Varianten. Diese Version mit Zippern und Metalldruckknöpfen lebt vom Kontrast zwischen den toughen Kurzwaren und dem samtigen Stoff.

 

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Arielle von Tilly and the Buttons besticht durch die hohe Taille und die seitliche Knopfleiste. Mit der Anmutung der Knöpfe lässt sich wunderbar spielen und damit die Gesamtwirkung des Rocks verändern.

Unseren Baumwollsamt Vara gibt es in einem satten Rotton und einem herrlichen Currygelb. 2 % Elasthan sorgen für hohen Tragekomfort bei engeren Rockformen. Springen Sie rüber in unseren Shop und sichern Sie sich ein paar Meter alltäglichen Luxus.

 

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Herausforderungen

Im Januar steckt Magie.

Ein Blick in die Nähblog-Landschaft reicht, um festzustellen, dass der Januar ein guter Monat ist, sich neuen Herausforderungen beim Nähen zu stellen. So viele tolle Sew-Alongs oder Einzelprojekte. Da ist viel Inspiration zu finden.

Wenn Sie lieber alleine werkeln, als sich großen Näh-Aktionen anzuschließen, dann haben wir heute ein paar Ideen für Sie, wo Sie ansetzen können, um 2016 zu einem fulminanten Nähjahr zu machen.

Fangen Sie mit einer Bestandsaufnahme an: Was nähen Sie am häufigsten und am liebsten?

Gibt es Nähprojekte, die Sie reizen, die Sie sich aber (noch) nicht zutrauen? Dann ist das jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Just sew it!

Haben Sie eine Master-Nähliste für 2016, die Ihre großen, zeitintensiven Projekte für dieses Jahr sammelt? (So Sachen wie den Trench-Coat für die Übergangszeit, das Outfit für die Hochzeit der besten Freundin, das Kommunionkleid fürs Töchterchen.) Wenn Sie keine haben, erstellen Sie sich eine. Nähen braucht Zeit und es ist schneller März, Mai oder August als Sie denken.

Wenn Sie ganz zufrieden vor sich hinnähen, aber es Ihnen manchmal ein bißchen langweilig ist, dann ist es wohl Zeit für neue Näh-Herausforderungen. Ändern Sie was an Ihren Näh-Routinen!

Sie nähen bevorzugt Jersey? Dann schnappen Sie sich einen einfachen Rockschnitt und einen handzahmen Webstoff ( Wollstoffe verzeihen z.B. viel) und tasten Sie sich an das Arbeiten mit nichtelastischen Stoffen heran.

Andersrum geht das natürlich genauso. Ihre Overlock wird hauptsächlich zum Versäubern genutzt? Dann entscheiden Sie sich für einen schönen Jersey und nähen Sie Ihr erstes T-Shirt.

Sie lassen hin und wieder mit einem kleinen Seufzer den feinen Chiffon oder die Seide liegen, um dann wie gewohnt was aus Baumwolle zu nähen? Nehmen Sie Ihren Mut zusammen und stellen Sie sich den Befürchtungen, die Sie vom Verarbeiten feiner Stoffe abhalten. Einen unkonventionellen Verarbeitungstipp finden Sie hier. Und wunderbare feine Stoffe natürlich in unserem Online-Shop.

Blättern Sie durch Ihr Nähhandbuch und suchen Sie sich für das kommende Nähprojekt eine Verarbeitungstechnik aus, die Sie noch nicht angewendet haben, sei’s der mit der Maschine genähte Blindsaum oder das Hong Kong finish.

Sie haben Ihre Lieblingssilhouetten, Ihren Stil klar? Hippieh! Dann können Sie nun gezielt experimentieren. Wagen Sie sich an einen Schnitt, dessen Form und Design ein wenig außerhalb Ihrer Komfortzone liegt. Vermutlich entdecken Sie eine neue Seite an sich.

Sie arbeiten immer mit Kaufschnitten, doch die endlosen Anpassungen nerven? Dann packen Sie 2016 das Thema Grundschnitt an. Eine spannende blog-Serie zum Thema finden Sie hier.

Alternativ könnte 2016 das Jahr werden, in dem Sie endlich eine Schneiderpuppe herstellen, die Ihr Ebenbild ist und an der Sie viele Paßformprobleme entspannt lösen können. Im Netz finden Sie dazu eine Menge Anleitungen, eine ist hier. Wenn Ihre Püppi dann schon mal da steht, können Sie auch gleich anfangen, eigene Kleiderideen an ihr zu drapieren.

Oder liegt die Herausforderung für 2016 darin, nur noch das zu nähen, was Sie auch tragen und  sich nicht mehr vom nächten Schnitt-Hype ablenken zu lassen? Das könnte gar die größte Herausforderung sein. Aber auch die, aus der Sie am meisten tragbare Kleidungsstücke herausnähen können. 😉

Also: Was ist Ihre Näh-Challenge 2016?

 

 

Wenn’s eng wird

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(Bleistiftrock von Burda)

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(Etuikleid von Fashion-Hackers)

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(Blazer von Vogue Patterns)

Bleistiftröcke, Etuikleider und schmale Blazer sind Kleidungsstücke, die der Definition nach eng anliegend sitzen sollen. Das kann schnell unbequem werden, es sei denn, frau nimmt einen Stoff mit Stretchqualität. Das ist nicht weiter schwierig,die Auswahl an elastischen Stoffen ist groß. Selbst Jeans mit Stretch-Anteil ist nicht ungewöhnlich.

Wie füttert frau aber Schnitten, die knackig sitzen sollen und Stoffen, die eine hohe Elastizität haben?

Zu viel Mehrweite im Futter zeichnet sich ab unter den engen Kleidungsstücken. Normales Futter im schrägen Fadenlauf zuschneiden für mehr Tragekomfort? Da wird ein eh schon schlüpfriges Material noch schwieriger im Verarbeiten.

Die Lösung?  Stretch-Futter.

Unser Neva’viscon-Stretch hat alle guten Eigenschaften des normalen Neva’viscon: hautsympathisch, haltbar und strapazierfähig, leicht zu pflegen. Es klebt und kriecht nicht. Zusätzlich ist es durch einen Elasthan-Anteil von 3 % elastisch. Und damit der Spezialist, wenn’s eng wird.

Es macht die Bewegung eines stretchigen Oberstoffes mit und sichert Tragekomfort auch bei körperbetonten Schnitten.

Probieren Sie es aus: Neva’viscon-Stretch finden Sie zunächst in den Farben altweiss und schwarz in unserem Online-Shop. Damit wird das nächste körperbetonte Kleidungsstück eine enge, aber komfortable Angelegenheit.

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Party Tops

Ich weiß nicht, wie der Dezember bei Ihnen aussieht, aber hier reihen sich Geburtstagsparties und Weihnachtsfeiern aneinander. Und für den Januar liegen auch schon einige Einladungen vor.

Das Problem dabei? Die meisten sidn so semi-festlich. Oder schlimmer noch: so, dass überhaupt nicht einzuschätzen ist, wie chic bzw. wie relaxed der Dress-Code ist.

Was macht frau da? Noch dazu, wenn die Einladungen mehr oder weniger nahtlos an Arbeitszeiten anschließen?

Das Party Top ist eine mögliche Lösung.

Es macht ein Büro-Outfit im Knopfumdrehen festlicher. Es ist  unaufwändig zu transportieren. Es kann je nach Styling chillig bis aufregend. Und: es lässt sich tagsüber unter Blazer oder Strickjacke „verstecken“ und verschwindet für den Heimweg bei kalten Temperaturen unter dem Lieblingskuschelpulli.

Das Party-Top ist die Gelegenheit, in den besonderen Blusenstoff zu investieren. Weshalb wir die heute zuerst vorstellen.

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Tila ist eine hauchzarte Baumwoll/Seiden-Mischung mit ausgefallenen Punktemuster.

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Sirope ist eine unerwartete Print-Mischung aus Leo, Camouflage und abstrakten Blumen. Ein feiner Polyesterstoff.

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Den Ericaprint zieren üppigste Blumen, die durch die Transparenz des Stoffes besonders reizvoll werden. Auch dies ein Baumwoll-Seide-Gemisch.

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Der Estelprint ist aus reiner Seide und hat einen bezaubernden Fall.

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Naomi schließlich ist unser Blusenklassiker aus Baumwolle und Elasthan und hier sorgt der satte Fuchsia-Ton für Stimmung.

Dieser tolle, unifarbene Stoff könnte genau der richtige Partner für den Schnitt Joker von OkiStyle sein, mit seinen Origami-artigen Abnähern.

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Back is Back von Vanessa Pouzet besticht durch den tiefen Rückenausschnitt. Erica wäre da eine vielversprechende Wahl.

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L’Impatiente ist ein variabler Blusenschnitt: je nach Stoff lässig für alle Tage oder eben sehr edel. Zum Beispiel, wenn frau unseren Seidenstoff mit Lippenstiftprint dafür nimmt.

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Ava von Victory Pattern ist ein klassisches Schößchen-Top. Die ganz unklassischen Punkte unseres Stoffs Tila und evtl. ein unifarbener Partner für die Passe machen ein cooles Top daraus.

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Schön fließende Drapierungen am Halsausschnitt machen Shane von Named Pattern so besonders. Sirope könnte dazu ein spannender, nicht ganz so knalliger Partner sein.

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Mit einem dieser Oberteile sind Sie bestens gewappnet für all die Festivitäten, die in den nächsten Wochen noch so kommen. Also: Legen Sie los!

Ein schönes und produktives Wochenende wünschen wir.

Dandy oder Daily? Der Samtblazer

Samt. Satte Farben. Flauschige, doch glänzende Oberfläche. Ein Stoff nur für besondere Tage, sagen Sie?

Ich widerspreche aufs Heftigste.

Sicher: Je nach Schnitt kann der Samtblazer von Oscar Wilde bis Oscar-Verleihung alles. Seine festliche Anmutung ist ganz unbestritten. Jedoch: Bringen Sie ihn mit Ihrer durchaus schon eingetragenen Lieblings-Jeans / dem Lieblingsjeansrock zusammen oder mit einem großgestrickten Pulli bzw. eben solchen Strümpfen und was eben noch nach Abendveranstaltung aussah, kommt plötzlich sehr lässig daher.

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Eine Blazer aus Samt zu nähen heißt also nicht, ein Kleidungsstück zu nähen, das nur an Festtagen aus dem Schrank kommt. Mit dem richtigen Partnern ist der Samtblazer durchaus AUCH alltagstauglich. Und unser wunderbarere neuer Baumwollstretch-Samt läßt sich noch dazu gut waschen und sorgt selbst bei engen Schnitten für Tragekomfort.

Sagte ich schon, dass er in zwei herbst- und herzerwärmenden Tönen zu haben ist?

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Ein sonniges Currygelb und

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ein sattes Rot.

Welche Schnitte sich anbieten, fragen Sie?

Bei Blazern lohnt es sich wirklich, den Stapel Burda-Hefte durchzublättern. Hier ein paar Beispiele:

Aus der September-Ausgabe 2014, Modell 120: ein schlichter, längerer Schnitt mit sehr schönem Revers.

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In der November-Ausgaben 2010 ist ein Spenzer aus Samt mit breitem Satin-Revers, Modell Nummer 130.

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In der September-Ausgabe 2007 ist ein toller Kurzblazer mit Revers (Modell 113), aber ohne Kragen:

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Die letzten beiden Modelle sind wohl nicht als Download erhältlich, aber sicher finden Sie in Ihrer Schnittmuster-Sammlung einen entsprechend tollen Blazer-Schnitt. Den passenden Samt gibt’s bei uns im shop.

Trends und was frau mit ihnen macht

Wer kennt das nicht? Vielfältige Wahlmöglichkeiten – sei es Stoffauswahl, sei es das Angebot an Schnitten – sind Quelle von Lust und Frust zugleich. Übergroße Auswahl lähmt. Nach welchen Kriterien trifft man angesichts unübersichtlicher Fülle eine Wahl?

Durch die Galaxien textiler Möglichkeiten gibt es zwei Navigationssysteme: Trends und persönlicher Stil. Zwei unterschiedliche Ansätze, die sich dennoch kreuzen.

Trends entwickeln sich auf verschiedenen Ebenen, mit unterschiedlicher Durchschlagskraft. Der Lemming-Schnitt der Saison mag in der online-Nähszene für Aufregung und Nähräusche sorgen und im gesamten Bekleidungskontinuum vollkommen unbedeutend sein.

Zumeist werden Trends als Vorgaben präsentiert: dies oder das MUSS frau kaufen und tragen (oder nähen und tragen, in unserem Fall), will sie nicht unmodern sein.

Betrachtet man Mode-Trends aber nicht als Vorschrift, sondern als Ergebnis kuratorische Arbeit – ein paar Leute, die sich mit der Materie intensiv beschäftigen, … und ja, auch ihre eigenen Agenda verfolgen … sortieren vor und empfehlen diejenigen textilen Erfahrungen, die in besonderem Maße aufregend, neu, zu mindest doch anders sind, dann sind sie nichts als eine Vorauswahl. Eine Orientierungshilfe in den Weiten der Möglichkeiten. Wie bei einer Ausstellung kann frau sich auf diese vorstrukturierte Erfahrung einlassen, oder dem Ganzen ihre eigene Bedeutung zuschreiben.

Trends schaffen dabei den Spagat, neue Seh- und Trageeindrücke für eine große Menge von Menschen zu etablieren. Ein Beispiel: Von all den Hosenformen, die mach- und tragbar sind – wählen im Moment eine signifikante Anzahl von Designern, Konfektionären und Schnittmusterherstellern den relativ lange nicht mehr gesehenen Hosenrock (in Fashion Speak gerade Culottes genannt) als die aktuelle Hosenform. Die weiten, meist dreiviertel langen Hosenbeine stellen eine  neue Seh- und Tragegewohnheit dar, die in deutlichem Gegensatz zu den noch allgegenwärtigen Skinnies steht.

Navigiert frau primär nach dem eigenen Stilempfinden durch die vielen Möglichkeiten, die das Selbermachen von Kleidung bietet, wird ihr Auswahlprozess manchmal zu einer rechten Queste ausarten. Der Wollcrèpe in Fuchsia, der es dann unbedingt sein muß, existiert ganz sicher irgendwo da draußen, nur vielleicht nicht gerade um die Ecke. Nach dem eigene Stil zu navigieren, schließt eine Menge Möglichkeiten von vorn herein entschieden aus und bestärkt eine andererseits in der resuluten Suche nach DEM perfekten Material, DEM perfekten Schnitt, u.s.w.

Trends sind dagegen leicht verfügbar.

Letztlich sind diese beiden Auswahlbewegungen aber auchunentwirrbar miteinader verwoben. Der persönliche Stil bildet sich immer in Relation zur gängigen Modesprache und ihren Trends. Auch und gerade dort, wo er sich emphatisch von ihr absetzen will. Unsere Sehgewohnheiten und damit unser ästhetisches Empfinden werden mitgeprägt von dem, was uns alltäglich in den Medien,  auf der Straße, in der U-Bahn und am Arbeitsplatz unter die Augen kommt.

Mancher Trend kommt dem persönlichen Stil sehr entgegen. Mancher erntet nicht mehr als ein unverständiges Kopfschütteln. Ein dritter fesselt unsere Aufmerksamkeit, obwohl er jenseits unserer selbstdefinierten Stilgrenzen liegt.

Was tut eine Hobbyschneiderin nun mit den neuesten, gehyptesten Modetrends?

Sie bleibt vollkommen entspannt. Wenn Ihre Farben gerade nicht IN sind und Ihr Stofflager recht knapp ist, könnte es zu Engpässen kommen. Ansonsten aber können Sie Trends komplett ignorieren. Wenn Sie das wollen.

Sie haben Ihren Stil, der langweilt Sie kein bißchen und fühlt sich auch nicht an, als passe irgendetwas nicht mehr?
Suchen Sie sich Stoff und Schnitt aus, die Ihre Augen glänzen lassen, und nähen Sie glücklich bis an Ihr Lebensende.

Ihnen kommt ein Trend unter, der direkt aus Ihrem Kleiderschrank geklaut zu sein scheint?
Lächeln Sie triumphierend und machen Sie weiterhin Ihr Ding. Irgendwann steht dann wieder niemand mehr auf Mod-Klamotten und Sie sind aufs Neue die coole Exotin, die Sie lange waren.

Da ist dieses neue heiße Ding, das Sie total fasziniert, aber seeeehr weit außerhalb Ihrer Komfortzone liegt?
Wagen Sie einen Versuch. Vielleicht nicht gerade in einem Stoff, der ein halbes Monatsgehalt verschlingt. Aber in einer guten Qualität. Betrachten Sie es als Experiment. Tragen Sie Ihr trendiges Teil wie Sie ein Auto probefahren würden. Mitunter stellen wir bei solchen Experimenten nämlich fest, dass wir unsere Stil-Grenzen zu regide gezogen haben und da draußen noch andere Möglichkeiten existieren, unsere Persönlichkeiten in Kleidung auszudrücken.

Bestimmen Sie Ihren eigenen Kurs und sehen Sie Trends als Strömungen, die Sie nutzen können, wenn es IHNEN paßt.

 

 

 

 

Herbst/Winter 16/17 – All-Over Ornaments

Heute zeigen wir Ihnen einen weiteren Trend bei unseren Prints für die übernächste Herbst / Winter-Saison:

Ausdrucksstarke, großformatige Ornamente, die sich z.T. in langen Rapports über die Stoffbahnen erstrecken.

Darunter findet man klassische Elemente wie das Paisley oder Blatt- und Blütenstrukturen, in denen Arts and Craft Tapetenmuster anklingen.

 

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Feine Netze aus Ranken ziehen sich über den Stoff, oder aber geometrisch klare Linien, die an Bordüren und Rauten von Navajo-Teppichen oder Ikats erinnern. Die besonders auffälligen Stoffe mischen dabei die Formensprachen noch.

 

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Die Farbigkeit ist meist eher zurückhaltend. Das Muster steht im Vordergrund.

 

Was näht frau nun daraus und wie kombiniert sie diese starken Muster?

Die aktuellen Herbst / Winter-Kollektionen bieten dazu einige Anhaltspunkte:

 

– Frau näht ein statement piece, das das Muster ungebremst am ganzen Körper zeigt: Mantel, Anzug oder Kleid.

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– Zwei starke Muster werden mit einander kombiniert. Mal Ton in Ton. Mutig aber auch in deutlichem Kontrast.

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– Muster all over, aber durch Bänder oder Spitze in Segmente geteilt.

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– Nur ein auffällig gemustertes Teil im Outfit: Rock, Hose oder Jacke zum Beispiel. Die Farben des Musters werden dann im restlichen Outfit wieder aufgenommen.

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– Der Druck wird als Schmuck-Panel in ein uni farbenes Kleidungsstück eingesetzt.

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– Sehr hippiesk mit einem großen (Fake) Fellmantel darüber.

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Ein paar spannende ornamentale Drucke haben wir bereits jetzt im Shop, so daß niemand auf die Winterstoffe warten muß.

 

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