Das Kleine Schwarze

Das kleine Schwarze. Haben Sie da auch sofort Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany vor Augen?

Ohne Frage ist das kleine Schwarze ein Klassiker. Aber ist es noch zeitgemäß? Braucht frau tatsächlich eins?

Ob frau eins braucht, zeigt meist erst der Augenblick, in dem es fehlt: die festliche Einladung, bei der eine nicht genau weiß, wie förmlich, festlich oder entspannt es zugeht. Der berufliche Termin, der dann nahtlos in eine Abendveranstaltung übergeht. Das Familienfest bei der Cousine zweiten Grades, die so gern über andere herzieht. Die Beerdigung gar.

Das Kleine Schwarze ist letztlich eine Versicherung in Kleidungsform. Im Fall der Fälle, bietet es Schutz. Frau braucht sich im „Krisenfall“ nicht auch noch Gedanken über das Anziehen machen. Sie ist im Kleinen Schwatzen gut angezogen, aber das Kleid drängt sich nicht in den Vordergrund.

Das schwarze Tageskleid ist aber auch eine leere Leinwand. Es läßt den sensationellen neuen Schuhen den Vortritt. Es hat kein Ego-Problem damit, in der zweiten Reihe unter dem 1000farbigen Tuch zu spielen. Ja es liebt es, dem  Hingucker-Schmuck zu unterliegen (und es ist ihm völlig egal, ob das echte oder faslche Steine sind).

Das schwarze Kleid zickt nicht rum, sondern ist wie eine zuverlässige alte Freundin. Immer da, wenn frau sie braucht.

Allerdings (war klar, dass ein allerdings kommen mußte, oder?), allerdings sollte sich frau bei der Auswahl von Stoff und Schnitt Zeit lassen. Denn damit das Kleine Schwarze seine große Nützlichkeit entfalten kann, muss es einige Kriterien erfüllen.

Zunächst sollten Sie überlegen, welche Funktionen es erfüllen soll. Wollen Sie es definitiv nur tagsüber tragen, dann ist eine kürzere Länge vermutlich variabler und einfacher zu kombinieren, außer Sie sind eh begeisterte Midi-oder Maxilängen-Trägerin.

Die Silhouette sollte körpernah modelliert sein, aber auch nicht hauteng sitzen (es sei denn, Ihr Kleines Schwarzes kommt im Wesentlichen als Abendkleidung zum Einsatz oder Bombshell ist genau Ihr Stil). Die perfekte Passform ist hier entscheidend. Also lassen Sie sich damit beim Nähen Zeit oder greifen Sie auf einen bereits perfekt angepassten Schnitt zurück.

Ein ärmelloses Etuikleid braucht außer im Hochsommer immer noch einen Partner, um Sie nicht frieren zu lassen. Ein Bluse oder ein Shirt für drunter oder ein Jacket oder eine Strickjacke drüber. Bedenken Sie das bei der Schnittauswahl. 3/4 Ärmel sind eine tolle Wahl, weil sie erwachsen angezogen wirken, doch Haut zeigen und den idealen Schauplatz für aufsehenerregende Armbänder und Cuffs bereiten.

Der Schnitt sollte schlicht sein, aber nicht ohne Raffinesse, was ein schmaler Grat sein kann. Und natürlich sollten Sie eine hervorragende Stoffqualität verarbeiten. Denn wenn kein Volant und kein Chichi ablenkt, dann kommt der Anmutung des Stoffes große Aufmerksamkeit zu.

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Viel Spaß beim Nähen.

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