Stofflager

Wie man Stoffe übersichtlich aufbewahrt

Zugegeben, an Platz mangelt es uns im großen Stofflager nicht. Das und der schiere Umfang unserer „Sammlung“ sind sicher die größten Unterschiede zu Ihrem Stofflager zuhause. Ein paar Tipps und Tricks können Sie sich aber trotzdem bei uns abschauen.

Fashion for Designers hat ein großes Stoffregal im show-room, aus dem wir die Bestellungen im online-shop bedienen. Devetex-Stoffe lagern eine Etage tiefer in einer großen Halle. Wir haben also alle Stoffe an einem Ort.

Versuchen Sie, einen zentralen Ort für all Ihre Nähmaterialien zu finden. Auch wenn das im ersten Schritt vielleicht massive Räumerei bedeutet, sparen Sie letztlich bei jedem Arbeitsgang Zeit, wenn alles, was Sie brauchen an einem Ort zu finden ist und nicht erst mühsam zusammengetragen werden muß. Reicht Ihr Stauraum dafür nicht, packen Sie zumindest das aktuelle Nähprojekt mit allen benötigten Dingen in eine Plastikkiste.

Im großen Lager sind die Regale so weit auseinader angeordnet, dass man mit dem Gabelstapler dazwischen rangieren kann. Auch im show-room ist das Lagerregal frei zugänglich.

Den Gabelstapler werden Sie zuhause nicht brauchen, aber richten Sie Ihren Lagerplatz – so es irgend geht – so ein, dass Sie problemlos an Ihre Stoffschätze gelangen. Nur was eine sieht, wird auch verarbeitet. Selbst wir haben im Lager schon Rollen so gut weggepackt, dass wir sie erst Monate später wiederfanden.

Unsere Lagerregale sind solide Konstruktionen, die fast bis unter die Decke reichen. Abhängig von dem Platz, den Sie zur Verfügung haben: Denken Sie beim Einrichten Ihres Stofflagers auch in die Höhe. Achten Sie dabei besonders auf Stabilität. Manche Regalsysteme müssen an der Wand befestigt werden.

Wir lagern unsere Stoffe in ganzer Breite aufgerollt und in Folie verpackt in festen Papphülsen, aus denen man sie leicht herausziehen kann. So sind sie vor Licht, Staub und Feuchtigkeit geschützt. Das Rollen verhindert außerdem Knicke, die sich nicht mehr ausbügeln lassen.

Wenn Sie über ein geeignetes Aufbewahrungsmöbel nachdenken, ziehen Sie eher Kleiderschränke, Geschirrschränke (ohne Glastüren) bzw. Kommoden in Betracht. Darin können Sie ihre Stoffe licht- und staubgeschützt unterbringen – und es sieht auch noch ordentlicher aus. Ein klassischer Kleiderschrank bietet außerdem die Möglichkeit, schon gebügelte Stoffe und halbfertige Kleidungsstücke zu hängen.

Lagern sollten Sie nur die Stoffe offen, die Sie auch in absehbarer Zeit verarbeiten wollen. Sonst richten Sie ein Buffett für Motten an. Empfindliche Stoffe wie Samt sollten gerollt oder hängend aufbewahrt werden.

Die einzelnen Stoffrollen tragen Etiketten, die aus den Hülsen herausschauen, so dass wir auf einen Blick erkennen können, welcher Stoff drinsteckt.

Machen Sie kenntlich, wo was drin ist. Beschriften Sie Boxen und Kisten, vielleicht sogar Schranktüren. Legen Sie sich ein Lagersystem an.

Wir verwenden natürlich ein Warenwirtschaftssystem, um den Überblick zu behalten über unsere vielen Stoffe. Dessen Kategorien sind abgestimmt auf unseren Geschäftszweck. Wir differenzieren zwischen verschiedenen Stoffarten, dann zwischen Unis dieser Stoffe und und bedruckten Varianten. Dann nach den Farbstellungen, die es für den jeweiligen Stoff, bzw. den Druck gibt.

Ihr Lagersystem sollte Ihnen ermöglichen, effektiv auf Ihre Materialien zuzugreifen und einen Überblick zu behalten, was vorhanden ist und was fehlt. Ihr Lagersystem ist vor allem abhängig von dem, was Sie vorrangig nähen.

Eine, die in erster Linie Patchwork macht, wird vermutlich ihre Stoffe  nach Farbe, Motiv und Stoffdicke sortieren. Wer eher Erwachsenenkleidung näht, fährt wohl besser damit,  nach Stoffarten, Verwendungszweck und / oder Saison zu sortieren.

Mein privates Stofflager ist grob in Frühling/Sommer und Herbst/Winter eingeteilt. Jerseys verarbeite ich selten und meist für den Sohn, deshalb bilden die eine eigene Kategorie. Ebenso die Futter- und Funktionsstoffe. F/S und H/W teilen sich dann auf in dünnere Stoffe für Oberteile und dickere Stoffe für Kleider,Röcke,Hosen. Bei den H/W Stoffen gibt es noch eine Jackenkategorie. Dünne und dicke Stoffe sind dann noch mal in Uni uns Drucke auseinandersortiert. Und diese Stapel liegen von hell nach dunkel sortiert im Schrank.

Welche Lagermöbel und Stoffaufteilungen haben sich bei Ihnen bewährt? Verraten Sie uns Ihre Ordnungstipps in den Kommentaren.

 

 

 

 

 

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